Allgäu
finden so einige Baustellen der Stadt

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Ja Heinrich, sieht man Dich auch mal wieder? Was gibts denn Neues, Hermine, Du tratscht doch gerne. Sei froh, sonst wüsstest Du nicht, was passiert. Das seh ich doch. Überall wird gebaut. Meine Kumpels jammern schwer über die Sperrungen. Typisch. Das ganze Jahr schreien, wie schlecht die Straßen sind und dann meckern, wenn was getan wird.

Aber während der Festwoche, Hermine! Wie das die Gäste finden! Wenn das alles ist, was in Kempten stört. Da gibt es andere Baustellen.

Wo denn noch außer in der Memminger Straße, der Immenstädter Mensch, Heinrich, ich mein die Baustellen vom OB, der Verwaltung

Ach so, Du meinst Dinge, die nicht richtig laufen. Da fällt mir der Möbelhändler ein, der ja eigentlich schon da sein sollte. Genau, solche Baustellen meine ich. Tja bei XXX Lutz weiß niemand so recht, was los ist.

Sollten der OB und sein Wirtschaftsreferent nicht mal Druck machen? Dass Du überhaupt weißt, was ein Wirtschaftsreferent ist. Aber recht hast Du. Wo die von der Verwaltung sonst auch ihren Kopf durchsetzen.

Was meinst denn jetzt wieder? Das mit den Hoteliers, Heinrich, da hört man einiges.

Ich weiß nur, dass die Angst haben, das neue Jugendgästehaus nimmt ihnen die Gäste weg. So ein Quatsch, als ob eine Familie in einem Hotel übernachten würde. Darum geht es doch nicht. Die finden nicht in Ordnung, dass ein kommunales Unternehmen wie das KKU

Wer? Die, die das Cambomare und das Theater managen und eigentlich zur Stadt gehören, aber eigentlich auch nicht, weil sie ausgelagert sind. Also das Kemptener Kommunalunternehmen eben.

Aha und die bauen das Jugendgästehaus und dürfen das nicht, weil sie ja eigentlich städtisch sind. So ähnlich. Also, die Hoteliers, finden das nicht sauber und wollten überhaupt mitreden bei der Konzeption.

Aber geht das? Da hätte ja beim Forum auch jeder Ladenbesitzer seinen Senf dazugeben können. Da hat man ja auch den Einzelhandel gehört und Rücksicht genommen, dass das Forum die Läden in der Stadt nicht kaputt macht. Und deshalb sind die Hotelbesitzer jetzt ziemlich sauer.

Weil sie nicht mitreden durften? Nein, weil sie sich verkohlt fühlen. Erst, sagen sie, hätte man ihnen zugesichert, sie mit einzubinden, dann habe man davon nichts mehr wissen wollen und überhaupt hätte man sie wie Schulbuben abgekanzelt.

Oh je! Da hat der OB bei den Hoteliers keine guten Karten mehr. Du weißt ja, wie geredet wird.

Hermine, leicht hat ers aber auch nicht, egal was er macht, ist s falsch. Bin mal gespannt, was man bei der Festwoche alles findet. Da kann man den wenigsten was recht machen.

Genau, wie beim Hildegardplatz. Du kennst ja doch ein paar Baustellen.

Klar, da geh ich zum Wochenmarkt und schwätz auch mal mit Stadträten, die keine Tiefgarage wollen. Redest auch mit denen, die eine wollen?

Ehrlich Hermine, das Ganze ist mir wurscht. Hauptsache, ich finde einen Parkplatz, egal ob oben oder unten. Ich finde auch, dass sich in Kempten ganz schön was getan hat. Das stimmt Heinrich, vor allem wenn man auf 60 Jahre Festwoche blickt. Wie hat sich die doch rausgemacht.

Da bin ich mal gespannt, wie das mit dem Festzelt weitergeht. Ob die vom Brauhaus nochmal dürfen? Wo sie so drauf zahlen. Glaubst Du das ernsthaft? Erzähl mir nicht, dass jemand so was aus reinster Heimatliebe macht. Aber Hermine, wo das doch so viel Geld kosten soll. Na da wird auch einiges bei den Festwirten hängen bleiben. Aber das ist ja nicht unser Problem. Irgendeiner wird das Festzelt schon weiter machen.

Hoffentlich. Vielleicht dass die neue Festwochenchefin sich kümmert? Die muss sich erst mal einarbeiten. Gleich eine Jubiläumsfestwoche, das ist kein Honigschlecken. Wo auch noch der Seehofer kommt.

Echt, der Ministerpräsident? Meinst, der sitzt auch im Festzelt? Weiß ich doch nicht. Wieso? Dann würd er sehen, wie schön das ist und er könnt den Brauereien ein wenig unter die Arme greifen. So mit Festzelt-Subventionshilfe. So ne Art Biergeld für notleidende Brauereien? Heinrich, das ist gut.

Wenn dann noch die treuesten Festwochensitzer unterstützt würden

tätest Du Dich glatt überwinden, öfter zu gehen. Also: Auf zur Festwoche.

(belauscht von Claudia Benz)

Heinrich und Hermine

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