Kaufbeuren
Filmriss nach Discobesuch

Zwei junge Männer haben in einem Kaufbeurer Schnellrestaurant eine Gruppe von fünf Jugendlichen bespuckt und geschlagen. Nun wurden sie vor dem Kaufbeurer Amtsgericht wegen vorsätzlichen Vollrausches und gemeinschaftlicher Körperverletzung zu jeweils einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Bei einem der Täter wurde die Sanktion zur Bewährung ausgesetzt.

Gegen 3 Uhr nachts sollen die Angeklagten, 23 und 25 Jahre alt, in dem Schnellrestaurant damals lauthals herumgeschrien haben. Zuvor waren sie in einer Disco gewesen und hatten dort, wie auch schon zu Hause, einiges an Wodka getrunken. Als eine Gruppe Jugendlicher sie ebenfalls etwas lauter darauf hinwies, dass sie nicht die einzigen Gäste im Lokal seien, kam es zum Streit. Beide gingen zum Tisch der Gruppe und spuckten in deren Essen, so die Darstellung bei der Verhandlung. Einer der fünf Jugendlichen baute sich vor ihnen auf, und die Täter begannen eine Schubserei. Der ältere Bruder wollte sofort zur Hilfe eilen und fiel zu Boden. Dort traten die beiden wegen schwerer Körperverletzung Angeklagten auf ihn ein und auch der kleine Bruder bekam einen Schlag ab. Nachdem das Personal, die Polizei verständigt hatte, flüchteten die beiden Täter.

Im Gerichtssaal entschuldigten sie sich nun für ihren Ausraster und bekannten sich «trotz Filmrisses» zur Tat. Im Sinne eines Täter-Opfer-Ausgleichs zahlten sie zudem 500 Euro Schmerzensgeld als Anzahlung an die beiden Brüder.

Auch der Richter befand die Angeklagten für schuldig und verurteilte sie zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe. Bei dem 23-jährigen Angeklagten wurde die Strafe zur Bewährung für vier Jahre angesetzt, da der Richter trotz diverser Delikte eine positive Sozialprognose stellte. Als weitere Auflage muss er eine Geldbuße von 2500 Euro zahlen und eine ambulante Alkoholtherapie absolvieren. Zudem wird ihm für zwei Jahre ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt.

Bei dem anderen Täter sah der Richter die Sache weniger positiv. Auch er war bereits in andere Straftaten verwickelt und hatte zum Tatzeitpunkt bereits Bewährung.

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