Marktoberdorf / Hamburg
Filmburg prämiert: Kultur statt Kommerz

Das Theaterkino Filmburg in Marktoberdorf zählt zu den 196 Kinos in Deutschland, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann kürzlich in Hamburg mit den «Kinoprogramm- und Verleiherpreisen 2009» ausgezeichnet hat. Wie im Vorjahr gingen in der Kategorie «Allgemeiner Programmpreis» 5000 Euro ins Ostallgäu. Das Geld ist zweckgebunden und fließt in den Erhalt des Kinos (wir berichteten).

«Besondere Akzente»

Durch die Programmpreise in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung die Lichtspieltheater, «die in der deutschen Kinolandschaft besondere Akzente setzen», wie Minister Neumann in Hamburg sagte: «Die Kinoprogrammpreise tragen entscheidend dazu bei, dass die Preisträger weiterhin anspruchsvolle Kinoprogramme anbieten können und sich nicht ausschließlich dem Kommerz unterwerfen müssen.»

«In der Mitte der Gesellschaft»

In seiner Rede hob Neumann die große Bedeutung der Filmförderung für die erfolgreiche Fortentwicklung des deutschen Films hervor. Überhaupt habe das Kino als Kulturort eine wichtige Funktion «in der Mitte der Gesellschaft».

Bei der Preisverleihung zeigte er großes Verständnis für die schwierige Situation vieler Programmkinos und Filmkunstverleiher. Ziel sei aber, dass die flächendeckende deutsche Kinolandschaft fortbestehe.

In diesem Jahr hatten sich 291 Kinos um die begehrten Preise beworben. 159 wurden in der Hauptkategorie «Allgemeines Kinoprogramm 2008» ausgezeichnet. Für ihr herausragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm erhielten 85 Kinos einen Sonderpreis, 37 Filmtheater wurden für ihr herausragendes Kurzfilmprogramm und 51 für ihr gelungenes Dokumentarfilmprogramm prämiert.

Für das beste Jahresfilmprogramm ist das Berliner Lichtspielhaus «filmkunst 66» mit dem Hauptpreis in Höhe von 20000 Euro bedacht worden. Die weiteren 195 Preisträger erhielten Prämien von 15000, 10000, 5000 beziehungsweise 2500 Euro.

Neben der Filmburg in Marktoberdorf wurden in unserer Region auch Kinos in Schongau, Bad Wörishofen, Türkheim und Immenstadt jeweils mit 5000 Euro ausgezeichnet.

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