Feuriges und Feinsinniges

Von Anna Köhl | Kempten Die Funkenschwestern sind weiß gekleidet und tragen ein rotes Kreuz auf der Brust. Sie könnten sofort erste Hilfe leisten, falls es beim 'Funkenflug' zu Verbrennungen kommt, oder der 'Zündstoff' aus Versehen in die Luft fliegen sollte

Tatsächlich preisen die beiden 'Sanitäterinnen' Susanne Krämer und Karin Rank-Ringholz Utensilien wie Liebesfunken, Schutzbrillen und Sprüche in Pappkartons während ihrer Kunstaktion zur Ausstellungseröffnung 'funken' an. Insgesamt 42 Künstler mit ihren Exponaten sind in der themenbezogenen Präsentation des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben-Süd (BBK) in der Kunsthalle Kempten vertreten. Um 'Turmfeuer', 'Leucht-Zeichen', 'Funkantennen' und 'Masken' geht es ihnen. Sie zeigen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Drucke und Installationen.

Eine gewaltige Feuerwolke lässt beispielsweise Manfred Küchle auflodern und die Funken sprühen in alle Richtungen. Ganz heiß wird es dem Betrachter bei diesem Bild, während es Uwe Neuhaus um die 'Erleuchtung' aus einem Zauberhut geht. Benedikt Zint inszeniert seine aschefarbene 'Funkenmarie' als plastische Form, und Judith Kappeler fertigt einen goldenen Funkensprung auf Eisensockel.

Buchinstallation von W. Janzen

Auf den alten Brauch des Funkenfeuers am ersten Sonntag nach Aschermittwoch beziehen sich die vielfältigen Werke, gleichwohl sind ebenso spontane Ideen und deren eigenwillige Umsetzungen zu sehen. Es lodert also nicht nur rotglühend aus den vielen Bildern, sondern feine Strukturen hinter Glas wie von Gerda Mühl oder eine energische Strichgebung wie von Ursula Horstkotte sorgen für sinnige und ambivalente Werke in der feurigen Schau. Wer sich schließlich völlig in das Thema vertiefen will, dem kann die Buchinstallation 'Funkantennen' von Waltraud Janzen eine Hilfe bieten. Oder er kann sich mit Anita Kreck auf die 'Spuren keltischer Mystik' begeben.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Kempten ist bis einschließlich 2. März zu sehen. Geöffnet Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag von 14 bis 18 Uhr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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