Preisverleihung
Festwochen-Kunstausstellung: Holzskulptur der Memmingerin Cornelia Brader erhielt Publikumspreis

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Sie ist nun ein Jahr alt, aus Pappelholz, heißt 'Paula mit Gitarre' und war der Publikumsliebling der 63. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche. Dreißig Tage lang konnten die Besucher im Hofgartensaal unter den 78 ausgestellten Exponaten ihre Stimme für ihren persönlichen Favoriten abgeben. Am Sonntagabend, dem letzten Tag der Ausstellung, luden die Veranstalter – die Museen der Stadt Kempten in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Schwaben-Süd)– in den Innenhof der Kemptener Residenz, um den Sieger zu präsentieren.

'Die Wahl des Publikums geht eindeutig wieder zu Werken mit abbildenden, naturalistisch-erzählenden Motiven', sagte Hildegard Greiter, Kulturbeauftragte des Kemptener Stadtrates.

Und sie gab die Eckdaten der Ausstellung bekannt: Von den insgesamt rund 5000 Besuchern – auch im Vorjahr kamen so viele in den Hofgartensaal – gingen 1300 Wahlzettel ein. Und mit 102 Stimmen siegte 'Paula mit Gitarre', das Werk der Holzbildhauerin Cornelia Brader aus Memmingen.

Kilian Lipp geschlagen

Laut Greiter errang das Bild 'Winternacht' von Kilian Lipp aus Vorderhindelang mit 'nur geringem Abstand' den zweiten Platz in der Gunst des Publikums. Rang drei erhielt die Bronzeplastik 'Zwischen hier und dort II' von Annette Zappe aus Kempten. Auf den vierten Platz kam das Bild 'Das Geständnis' aus der Reihe 'Glaubensfragen' des letztjährigen Kunstpreisträgers Oliver Kromm aus Kaufbeuren.

Auf den Plätzen folgte die in diesem Jahr mit dem Thomas-Dachser-Gedenkpreis ausgezeichnete Stahlskulptur 'Dem Ziel entgegen' von Matthias Buchenberg aus Vorderburg.

'Wo ist die Gitarre?'

'Wo ist denn die Gitarre?' – dieser Frage muss sich die Künstlerin von Betrachtern der anmutig auf dem Boden hockenden Figur immer wieder stellen. 'Das ist eine zu lange Geschichte', sagte sie. Und doch erklärt sie auf Nachfrage in aller Kürze die Entstehungsgeschichte des sonderbaren Titels: 'Paula mit Gitarre' entstand 2011 im Rahmen eines Symposiums als Porträt einer 16-Jährigen. Sie sollte wichtige Utensilien aus ihrem Leben um sich ausbreiten und da war auch eine Gitarre dabei. Alles fiel schließlich weg, aber der Titel stand dennoch unveränderlich fest. Mit Vorliebe arbeitet die 38-jährige Holzbildhauerin an Porträts. Wichtig dabei ist der Memminger Künstlerin vor allem die Darstellung des 'psychologischen Ausdrucks'.

Den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis stiftete heuer die Familie Nägele vom Kemptener Hotel und Gasthof Bayerischer Hof. Aus den Händen von Seniorchefin Christa Nägele und ihrer Enkelin Leonie erhielt Brader Urkunde und Scheck.

Die über 200 Finissage-Besucher ließen den letzten Tag der Festwochen-Kunstausstellung mit der Musik von Toni Lill’s B-Flat-Jazzband ausklingen.

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