Festwochen-Ausstellung
Festwochen-Ausstellung in Kempten: Eine Bilanz

«Zu viel Schund wie immer» - «Einfach toll die Vielfalt der Ausstellungsstücke Danke für schöne Stunden.» Wer im Besucher-Buch der 62. FestwochenKunstausstellung im Hofgartensaal der Kemptener Residenz blättert, stößt auf ganz unterschiedliche Meinungen. Mal sind sie schön geschrieben, mal von Kinderhand gekritzelt, mal mit Unterschrift versehen, mal anonym. Eindrücke einer spannenden Lektüre:

Die Lober schreiben etwa: << Eine Kunstausstellung von hoher Qualität. Hochachtung und Respekt für die Künstler und die Organisatoren. >> Oder: << Der Einfallsreichtum der ausstellenden Künstler kennt keine Grenzen. >>

Angesichts des Publikumspreises meint an Besucher: << Die Entscheidung, ein Lieblingsstück auszusuchen, fällt schwer. >><< Frisch, einfallsreich, lustig und nachdenklich - mit einem Wort toll >>, sagt ein anderer.

Die Fans äußern sich bevorzugt zu einzelnen Werken. Und meist scheinen hinter den lobenden Worten Kinder oder Jugendliche zu stecken. << Das Brezel-Monster ist echt gut geworden >>, hat jemand notiert und meint damit das Bild << St. Georg reitend auf einer Weißwurst tötet das zweiköpfige Brezelmonster >> von Kreimir << Crash >> Vorich.

<< Das Bild mit dem Wolf hat mir am besten gefallen >>, teilt Philina Lara Ernestine mit und bezieht sich offensichtlich auf ein Werk des Kunstpreisträgers Oliver Kromm. << Mir hat am besten die Nr. 67 gefallen >>, ist von Katharina zu lesen. Nummer 67? Dabei handelt es sich um die << KunstSpendeMaschine >> der Kemptenerin Barbara Wolfart, die mittlerweile außer Betrieb ist.

An einem Papierhandtuchautomaten konnten die Besucher ein originales Wolfart-Werk ziehen und mit nach Hause nehmen. << Nach etwa zehn Tagen war der Bilder-Vorrat aufgebraucht >>, berichtet Gabi Abler vom Ausstellungsorganisationsteam. Noch etwas anderes ist ihr aufgefallen: << Weil der Eintritt frei ist, kommen viele Besucher mehrmals. Manche nutzen auch ihre Mittagspause.

>> Im Schnitt 50 bis 100 Interessierte zählt das Aufsichtspersonal derzeit täglich. Dazu gehört auch Ewald Menschig. Der Publikumspreis werde gut angenommen, erzählt er. Dabei können Besucher mit einer Karte ihr Lieblingswerk küren.

Die Kritiker sind zahlreich vertreten: << Mich reißt nichts vom Hocker >>, schreibt einer. << O Tempora, o Mores! Was darf sich heute alles Künstler nennen >>, stöhnt ein anderer. Vernichtend das Urteil: << Es zeigt, wie krank die Menschen sind. >> Und ein anderer meint gar: << Jedes Jahr mehr Schwachsinn. >>

Geöffnet (bis 11. September): täglich 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Öffentliche Finissage am Sonntag, 11. September, 18 Uhr, mit Publikumspreisvergabe.

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