Rückblick
Festwoche: Viel Lob, Kritik an Toiletten und Open Airs

Auch drei Monate nach ihrem erfolgreichen Abschluss ist die Festwoche 2010 noch in der Diskussion. Der zuständige Werkausschuss blickte zurück auf etliche gelungene Veranstaltungen bei der besucherstärksten Auflage, aber auch auf den einen oder anderen Kritikpunkt. Mit der Sauberkeit der Toiletten beispielsweise war man auch heuer nicht zufrieden.

Festwochenbeauftragter Herbert Karg hatte einen Grund für den teilweise abstoßenden Zustand in den Anlagen beim Personal entdeckt: «Das kann nicht funktionieren, wenn ein Verantwortlicher mit der Maß Bier beim Festzelt sitzt, weil er sich nicht blöd anreden lassen will.»

Geschäftsführerin Martina Dufner-Wucher versicherte, dass man an Optimierungen arbeite. Die von Ullrich Kremser vorgeschlagenen Turbogebläse statt der Papierhandtücher einzusetzen hält sie indes für zu teuer und zu sehr durch Vandalismus gefährdet.

Während das elektronische Einlass-System von den meisten Räten gelobt wurde, meinte Thomas Hartmann, dass sich das Problem nur verlagert habe: «Die Dramen spielten sich am Eingang des Festzelts ab, das relativ bald nicht mehr zugänglich war.» Auch dort seien Fälle aufgetreten, dass Gäste nicht mehr zurück ins Zelt durften, wenn sie es einmal verlassen hatten.

Das Programm im Residenzhof liegt Kulturbeauftragter Hildegard Greiter am Herzen. Sie plädierte dafür, die Konzerte so auszulegen, dass sie bei schlechtem Wetter eins zu eins verlegt werden können. «Viele waren heuer etwa bei der Irischen Nacht verärgert, dass man nicht ausgewichen ist.» Das sei allerdings aus Kostengründen kaum möglich, meinte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer.

Der Bühnenaufbau sei teuer, man müsse mehr Zuschauer gewinnen als etwa im Kornhaus Platz hätten: «Und es ist die Frage, mit welchem Anspruch gehe auf eine Open-Air-Veranstaltung, welche Ausstattung nehme ich mit?» Auch Herbert Karg war dafür, den Ausweichort Kornhaus gar nicht mehr in Aussicht zu stellen.

Um den Ansturm auf die Kassen am Festwochenvorabend besser in den Griff zu bekommen, setzen die Verantwortlichen auf einen intensiveren Vorverkauf.

Standmieten steigen

Die Standmieten sollen im kommenden Jahr im Schnitt um rund zwei Prozent angehoben werden. Auf Vorschlag von Herbert Karg wird die Markthalle künftig gleich hoch veranschlagt wie die besonders begehrten Plätze in den Hallen zwei, drei und vier. 114 Euro pro Quadratmeter müssen die Anbieter dort nächstes Jahr zahlen.

Auch für 2012 sind bereits Planungen für die Messe im Gang. Wichtig ist dabei der Termin, der natürlich wieder um den Feiertag Maria Himmelfahrt gelegt wurde. 2012 findet die Allgäuer Festwoche deswegen vom 11. bis 19. August statt.

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