Marktoberdorf
Festlicher Budenzauber rund um den Stadtplatz

«Und vielleicht könnte der Weihnachtsmarkt sogar eine Dauereinrichtung in der Kreisstadt werden», schrieb unsere Zeitung an Heiligabend 1974 als Bilanz über den ersten Oberdorfer Weihnachtsmarkt. Tatsächlich wurde der Weihnachtsmarkt, seit jeher organisiert von Stadt und Aktionskreis, zu einer Dauereinrichtung: In diesem Jahr öffnen die Buden rund um den Stadtplatz schon zum 36. Mal ihre Pforten, um weihnachtliche Atmosphäre in die Stadt Marktoberdorf zu bringen.

Los geht es am kommenden Freitag, 4. Dezember, um 15 Uhr mit der Ansprache von Bürgermeister Werner Himmer auf dem Stadtplatz. Danach dürfen sich die Besucher auf neun Tage (bis zum Sonntag, 13. Dezember) vorweihnachtlicher Stimmung zwischen duftenden Leckereien und besinnlicher Musik freuen (siehe: Das Programm).

Zwischenzeitlich in Gefahr

Dabei dürfen natürlich heiße Maroni, Bratwürste, Glühwein, gebrannte Mandeln und festlicher Schmuck nicht fehlen. Das Angebot an den 45 Buden, genauso viele wie im Vorjahr, umfasst aber noch mehr: So gibt es beispielsweise auch Bienenwachskerzen, Kunsthandwerk und - in diesem Jahr zum ersten Mal - Blumen rund um Weihnachten. «Es ist nicht geplant, größere Veränderungen vorzunehmen. Der Weihnachtsmarkt war schön und bleibt schön», sagt Aktionskreis-Vorsitzender Xaver Martin junior.

Während der Weihnachtsmarkt also weitergeführt wird wie bisher, hat sich hinter den Kulissen etwas geändert: Anstelle von Franz-Josef Fendt, der den Markt viele Jahre organisiert hatte, übernimmt nun Manfred Brandt die Leitung. Zwischenzeitlich war der Weiterbestand des Marktes ob der fehlenden Nachfolge für Fendt sogar in Gefahr geraten.

Manfred Brandt bestätigt, was Xaver Martin sagt: «Es wird sich nichts verändern.» Der 47-Jährige ist Kassier des Aktionskreises und führt in Marktoberdorf ein Zoofachgeschäft. Ob er die Organisation des Marktes (Brandt: «Sehr viel Arbeit») dauerhaft macht, weiß Brandt noch nicht: «Ich mache das jetzt erstmal, der Rest wird sich ergeben», sagt er.

Hoffnung auf Zuspruch

Auf jeden Fall hoffen die Veranstalter wieder auf großen Zuspruch. Beim ersten Weihnachtsmarkt 1974 kamen bereits bei der Eröffnung 6000 Besucher. Insgesamt 20000 waren es am Ende. «Alles wollte dabei sein und vielen gelang es nur mit Mühe, sich von dem hübschen und vielfältigen Angebot in den nagelneuen Holzbuden zu überzeugen. Nicht eine Stecknadel hätte zu Boden fallen können», hieß es 1974 in der AZ.

Wenn so ein Satz nach dem Ende des 36. Marktoberdorfer Weihnachtsmarktes in unserer Zeitung stehen würde, wären Stadt und Aktionskreis mit Sicherheit hochzufrieden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019