Weiler-Simmerberg
Festgottesdienst mit Hip-Hop

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Den Höhepunkt der Feierlichkeiten rund um das 50- jährige Bestehen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Weiler bildete gestern ein Fahnenumzug mit anschließendem Gottesdienst im Festzelt. Nachdem am Freitag und Samstag mit insgesamt rund 1500 Besuchern kräftig gefeiert worden ist, wandelte sich die Bühne zum Altarraum und das Festzelt zur Kirche. Zuvor hatten sich 17 Vereine unter der musikalischen Begleitung des Musikvereins Weiler am Fahnenumzug ins Zelt beteiligt.

Diözesan-Seelsorger Gerhard Höppler überraschte die zahlreichen Gottesdienstbesucher gleich zu Beginn der knapp einstündigen Messfeier mit einem eher ungewöhnlichen Interpreten. Aus den Lautsprechern ertönte das neue Lied des deutschen Hip-Hop-Interpreten Samy Deluxe. «Alles hier ist viel zu grau. Wir brauchen viel mehr Farbe im Land», heißt es in seinem Songtext. Schließlich lautete auch das Motto des Festgottesdienstes: «Farbe bekennen». Höppler betonte, dass sich die die Landjugend nicht auf den eigenen Kirchturm beschränkt, sondern «das Land bewegt». «Auf dich kommt es an. Sag nicht, du kannst sowieso nichts machen», sagte bereits schon der Gründer der KLJB, Emmeran Scharl, den Höppler zitierte. Eben glauben, dass mehr möglich ist, als man es für möglich hält.

Was bedeutet Landjugend nun für die aktuellen und ehemaligen Mitglieder? Für Barbara Nett, von 1979 bis 1989 in Weiler aktiv, sind es die Begegnungen mit Jung und Alt, die Akzeptanz untereinander und das Aufeinanderzugehen. Höhepunkte waren für sie die Jugendgottesdienste, die Gebets- und Pfingstnächte oder das Erntedankfest. Brauchtume also, die auch heute noch lebendig sind.

Auch Herbert Dietrich, der vor 37 Jahren in den Verein aufgenommen worden war, bemerkt, dass nicht vieles anders sei, «nur ein wenig hektischer». «Gemeinsame Organisationen schweißen zusammen und neue Freundschaften entstehen. Auch zwischen den verschiedenen Landjugenden - vielleicht nicht gerade beim Maibaum stehlen», erinnert er sich. Wie eng gemeinsame Aktionen zusammenschweißen können, bemerkt Dietrich am Ende seiner Rede: «Ich habe in der Landjugend die Liebe meines Lebens gefunden.

» Und die heutigen Mitglieder? «Die Landjugend hat mich positiv gestärkt», meint Vorsitzender Johannes Keck. Wie auch die anderen 33 aktiven Mitglieder, findet er den Verein «einfach einwandfrei».

Zum Abschluss des Festgottesdienstes überreichte Gerhard Höppler dem Vorsitzenden noch ein kleines Geschenk. Eine Kerze mit der Inschrift «KLJB - Wir bewegen das Land» leuchtet als Zeichen Jesu den Weg für die nächsten 50 Jahre.

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