Weiler-Simmerberg
Fernbeziehung fest geplant

«In Weiler die Berge, bei uns das Meer - hier das Bier, bei uns der Wein», vergleicht Bürgermeister Robert Beneventi Weiler-Simmerberg und seine südfranzösische Heimatstadt Ollioules. «Aber wir teilen die gleiche Sonne.» Am Samstag haben die zwei Gemeinden die Freundschaft mit der Unterzeichnung der Charta - der Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft - vertieft.

Das gegenseitige schriftliche Versprechen gaben sich Beneventi und Karl-Heinz Rudolph, Bürgermeister von Weiler-Simmerberg, bereits zum zweiten Mal. Schon im Mai beteuerten sich die beiden Gemeindeoberhäupte die Städtepartnerschaft, die sie in zwei bis drei Jahren zu schließen gedenken. Anlässlich des Europa-Festes in Ollioules wurde damals die geplante «Städtehochzeit» fixiert, nun fand die Gegenunterzeichnung im Weilerer Kornhaus statt.

Mit der Städtefreundschaft soll nicht nur die Beziehung zwischen Weiler-Simmerberg und Ollioules vertieft, sondern auch ein Beitrag zur Europapolitik geleistet werden. «Nur wenn wir uns alle weiterhin nach außen öffnen, können wir das europäische Haus auch mit Leben füllen», sagt Rudolph.

850 Kilometer liegen zwischen der 13000-Einwohner-Stadt Ollioules und Weiler-Simmerberg. Eigens für die Charta-Unterzeichnung ist Beneventi mit dem Auto angereist - um das Westallgäu aus terminlichen Gründen auch gleich danach wieder verlassen zu müssen. Die anderen Vertreter aus dem südfranzösischen Oliven- und Weinanbaugebiet feiern den Festakt mit ihren deutschen Freunden mit einem dreitägigen Rahmenprogramm.

Den Bürgern aus Ollioules gefällt es in der Marktgemeinde sichtlich gut. «Weiler ist eine sympathische Gemeinde», findet Beneventi. Von der Städtepartnerschaft verspricht sich der französische Bürgermeister Nutzen für alle Generationen. «Das Zusammenwachsen und das Kennenlernen bedeutet, eine Welt in Zusammenhalt und Toleranz auszubauen», sagt Beneventi.

Der Festakt zur Unterzeichnung wurde von einer Hackbrettgruppe mit Gitarrenbegleitung unter der Leitung von Norbert Boch von der Sing- und Musikschule Westallgäu musikalisch begleitet.

Die Franzosen schenkten ihren deutschen Freunden zahlreiche Spezialitäten. Sie selbst bekamen von Barbara Bernhard, Vorsitzende des Partnerschaftvereins Weiler-Simmerberg, im Gegenzug Lebkuchenherzen als Zeichen der Freundschaft überreicht. Eine Kopie der Charta sowie Erinnerungsstücke an die bisherigen Treffen verwahrt sie in einer Truhe im Vereinslokal. «In zehn Jahren ist wahrscheinlich ein Container notwendig», so Bernhard.

Bei einem Imbiss im Anschluss an das Partnerschaftsversprechen wurden schließlich die interkulturellen Bande gefestigt: bei Bier und Wein.

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