Bürgerentscheid
Feneberg steht weiter zum geplanten Neubau

Trotz der Kritik vor Ort, die nun in einen Bürgerentscheid mündet, ist die Firma Feneberg weiter von ihrem Plänen für den Neubau eines Lebensmittelmarktes in Pfronten neben Seniorenwohnanlage und Pflegezentrum überzeugt. Wie Geschäftsführer Thomas Feneberg in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte, war die Firma schon seit längerem auf der Suche nach einem neuen Standort in Pfronten, nachdem sich am bisherigen an der Allgäuer Straße das Umfeld Zug um Zug verschlechtert habe, beispielsweise was Stellplätze und Verkehrssituation betrifft. «Fläche haben wir da zwar genug, aber im Keller», so Feneberg zu der räumlich unbefriedigenden Situation. Am geplanten neuen Standort hätte man nicht nur ausreichend Stellplätze, sondern wesentlich verbesserte Präsentations- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Auch, dass Sport Manhard in den bisherigen Markt einziehen wolle, sei eine «tolle Geschichte», sagt Feneberg: «Wir wollten unbedingt eine vernünftige Nachnutzung reinbringen, kein 08/15-Geschäft.»

Feneberg bleibt in Pfronten

Zu Diskussionsbeiträgen, wonach Feneberg auch den bisherigen Standort ausbauen und erweitern könnte, meint Thomas Feneberg: «Es geht schlichtweg nicht.» Was die Firma Feneberg macht, sollte der Bürgerentscheid am 28. November gegen den geplanten Neubau ausfallen, darüber will er noch nicht öffentlich sprechen. Ganz aus Pfronten weggehen werde das Unternehmen aber «natürlich nicht». Den bisherigen Markt in Steinach gebe es aber unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids nicht mehr lange, betont Feneberg: «Die Sache ist gegessen, das habe ich schon bei den ersten Kontakten im Gemeinderat gesagt.»

«Wir werden gegen den Willen der Pfrontener nichts tun», versichert Feneberg. Dabei wirbt er für den geplanten Markt an der Meilinger Straße: «Da waren viele Abwägungsprozesse in der Gemeinde, bei denen man sich viel Mühe gegeben hat.» Während man ein von den Gegnern angeführtes Verkehrsproblem nicht erkennen könne, habe man allen Einwänden wegen Lärm und Abständen Rechnung getragen und eine Lösung gefunden, die eine Mehrheit der Gemeinderäte mittrage. Für diese Lösung wird die Firma Eco Bau als eigentlicher Bauherr voraussichtlich ab dem Wochenende auch noch einmal in einem Flugblatt werben.

Seniorenprojekt «ist Utopie»

Ein Seniorenprojekt wie von den Gegnern des Supermarkt-Neubaus angeführt, sieht die Baufirma nicht als realistische Alternative: «Da war schon mehr als ein Seniorenheim geplant», so Geschäftsführer Armin Meyer. Doch alle Projekte hätten sich nicht als realisierbar erwiesen. «Hätte es die Möglichkeit gegeben, wäre das Grundstück schon lange verwertet», ist sich auch Thomas Feneberg sicher. Das Modell der Initiatoren des Bürgerentscheids für ein neues Seniorenprojekt bezeichnet er als «Utopie».

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