Fendt-Haus für mehrere Generationen

Marktoberdorf | af | Früher Supermarkt, dann Videothek, in Zukunft Mehrgenerationenhaus: Das zumindest schwebt dem Stadtrat vor, wenn es darum geht, im Landkreis ein Kommunikationszentrum für Menschen unterschiedlichen Alters einzurichten. So will die Stadt mit dem geerbten Fendt-Haus an der Meichelbeckstraße beim Bundesfamilienministerium um Zuschussmittel werben. Ein Projekt dieser Art wird vom Bund je Kreis und kreisfreier Stadt über fünf Jahre mit jeweils 40 000 Euro gefördert.

Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingereicht, weil die Bewerbungsfrist am 22. Oktober endet. Inzwischen hatte Bürgermeister Werner Himmer mit potenziellen Trägern über ein Mehrgenerationenhaus verhandelt (wir berichteten). Auch führte er Gespräche mit dem Landratsamt. Dabei habe er deutlich gemacht, dass er eine solche Einrichtung mit Standort Marktoberdorf für 'wichtig und richtig' findet. Zwar sei es möglich, sich ohne ein Objekt zu melden und einen Standort nachzureichen. Aber das hielt er für falsch.

Mit dem Vorschlag, als Übergangslösung das Fendt-Haus zur Verfügung zu stellen, lief er bei der SPD offene Türen ein. Auch sie wollte dieses Gebäude ins Spiel bringen. Auf längere Sicht, so Fraktionsführer Wolfgang Hannig, sollte die Bürgerbegegnungsstätte in der Salzstraße in Betracht gezogen werden, weil 2010 der Mietvertrag mit der Arbeiterwohlfahrt auslaufe.

Prinzipiell, das forderten andere Stadträte ebenso, müsse bei der Überplanung dieses Grundstückes und des angrenzenden Parkplatzes ein solches Haus mit einbezogen werden, eventuell mit Wohnmöglichkeit. Vorerst, stellte Himmer klar, gehe es um gemeinsame Aktivitäten, Beratung, Hilfestellung.

Die Stadt könne allerdings keine Mittel zur Verfügung stellen, um die Räumlichkeiten für solche Zwecke herzurichten - außer vielleicht Material und Farbe. Solche Investitionen seien Sache des Trägers.

Auch Bedenken zum Standort

Axel Maaß (Grüne) berichtete von einem Gespräch mit Kirche, Rotem Kreuz, Caritas und ähnlichen Einrichtungen. Sie hielten ein solches Haus für 'gut und wichtig' für das Gemeinwohl. Für seine Fraktion sagte er: 'Wir freuen uns, dass vielleicht schnell Bewegung in die Sache kommt.'

Wolfgang Schmid (Freie Wähler) würdigte die Entwicklung als 'positiv'. Wenn ein Träger dieses Projekt in die Hand nehme, müsse er unterstützt werden.

Zwar hob Dr. Hermann Seiderer (Bayernpartei) die Notwendigkeit hervor, allerdings sei der Standort nicht sehr geeignet, falls später an der Stelle Wohnungen für mehrere Generationen entstehen sollten. Dieses Argument führte auch Andreas Wachter (CSU) ins Feld. Außerdem nehme niemand für zwei oder drei Jahre Mittel in die Hand, wenn es sich nicht rechne. Er schlug eine weitere Standortsuche vor. Dann aber, wurde ihm entgegen gehalten, verstreiche die Antragsfrist.

So entschied der Stadtrat bei den Gegenstimmen von Wachter und Josef Schrägle (CSU), das Mehrgenerationenhaus in der Meichelbeckstraße auf den Weg zu bringen.

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