Kempten / Wiggensbach
Fein aufeinander abgestimmt

Ein außergewöhnliches adventliches Konzert mit feiner Chormusik und Lyrik gestalteten das Vokalensemble Kempten unter der Leitung von Benedikt Bonelli und die Lyrikerin Helga Greier in der Basilika St. Lorenz in Kempten. Tags zuvor hatten sie das Programm bereits in der Pfarrkirche St. Pankratius in Wiggensbach vorgestellt.

Sowohl die Auswahl der geistlichen Chorwerke - sie stammten unter anderem von Heinrich Schütz, Johannes Brahms, Arvo Pärt, Heinrich Kaminski und Luc Jakobs - als auch die Texte von Helga Greier, Marie-Luise Kaschnitz, Gasub Sirchan und Andreas Gryphius waren ungemein feinsinnig aufeinander abgestimmt.

Homogener Gesang

Wie homogen das Vokalensemble Kempten singt, zeigte sich gleich zu Beginn in Zoltán Kodálys «Adventi ének» mit einem Hauch Gregorianik. Mit jedem weiteren Chorsatz steigerte der Chor die Intensität und verfeinerte seine Intonation. In der perfekten Gegenüberstellung der Piano- und Forte-Stellen offenbarte der Chor höchste Gesangskultur.

Ergreifendes Bruckner-Werk

Ergreifend, wie die tief verwurzelte Gläubigkeit sowohl im Text wie auch in der Melodie von Anton Bruckners «Virga Jesse» herausgearbeitet wurde. Voller Innigkeit zelebrierte der Chor auch «Maria durch ein Dornwald ging» von Heinrich Kaminski.

Glänzende Sprechtechnik

Intensiv setzte sich die Lyrikerin Helga Greier mit Weihnachtlichem auseinander. Vielschichtig und eindringlich stellte sie ihre eigenen Texte und die anderer Autoren vor und knüpfte zugleich die enge Verbindung von Chorgesang und Literatur. Mit ihrer perfekten Sprachtechnik forderte Helga Greier eindringlich die Wahrnehmungsfähigkeit der Zuhörer heraus.

Die Texte zu «Sieben Farben hat das Licht» von Lothar Zenetti und «Regenbogen», von ihr selbst verfasst, zogen sich gekonnt wie ein roter Faden durch das vorweihnachtliche Konzert. Dem Publikum wurde so die ganze Offenbarung der Geburt Jesu - «sie lässt die Nacht trotz ihrer Finsternis, die ihr zu eigen ist, neu erstrahlen, da Gott Wirklichkeit wird» - ersichtlich und fühlbar.

Tief bewegt spendeten die zahlreichen Zuhörer den Ausführenden langanhaltenden Beifall und erhielten mit «Joseph, lieber Joseph mein» eine traumhaft schöne Zugabe.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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