Amberg
Fehlende Ortsumgehung ist eine Schwäche für Amberg

Während Urlaubsvorfreude vermehrt die Gemüter erhellt und zusehends auch die Tagesordnungen von Gemeinderatssitzungen ausdünnt, kreisen die Gedanken von Ambergs Bürgermeister Peter Kneipp bereits um die im September anstehende Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung. Die hart an der Kreisgrenze liegende Gemeinde gehört aktuell zu jenen Auserwählten, die die Zusage der begehrten Förderungsmaßnahme erhielten. «Wir vertrauen auf eine rege Beteiligung der Bürger», so Kneipp.

Zur Einstimmung auf die Thematik nahmen der Gemeinderat und interessierte Bürger an einem Seminar mit verschiedenen Arbeitskreisen in Thierhaupten teil. Dabei stand zur Bestimmung des Ausgangspunkts zunächst eine Analyse der Stärken und Schwächen Ambergs auf der Agenda. Als Stärken wurden allgemein die reizvolle geografische Lage des Dorfes mit guter Verkehrsanbindung und das lückenlose schulische Angebot im Umfeld genannt.

Größte Schwäche ist nach einhelliger Überzeugung indes die fehlende Ortsumgehungsstraße, ein Manko, das umso schwerer wiege, als Amberg keinen gewachsenen Dorfkern als sozialen Mittelpunkt besitze, stattdessen von der Verbindungsstraße Türkheim-Buchloe durchschnitten werde.

Kneipp bedauert in diesem Zusammenhang die verpassten Gelegenheiten in der jüngeren Vergangenheit, als mit großem Aufwand die Umgehungsstraßen von Türkheim und Ettringen gebaut wurden, die jedoch lediglich Insellösungen darstellten. Entgegen damaliger Versprechen auf Kreis- und Landesebene seien Wiedergeltingen und Amberg leer ausgegangen. Nun sei eine Verschärfung der Verkehrssituation zu befürchten, da durch die drastisch erhöhte Autobahnmaut für schwere Lkw dieselben verstärkt auf Nebenstrecken auswichen. Davon sei auch Amberg betroffen.

Dessen ungeachtet wolle man aus dem Förderangebot Dorferneuerung das Beste machen.

Angedacht sei etwa ein Spielplatz und in Ergänzung oder Erweiterung der seit 2004 in Gemeindebesitz befindlichen Gaststätte «Deutscher Kaiser» ein zentraler Bürger-Treffpunkt als Veranstaltungsort und Heimat der örtlichen Vereine. Darüber hinaus sei Sanierungsbedarf für Straßen gegeben, darunter Sonnenstraße, Birkenweg, Mühlweg, Bergstraße und für den bislang unbefestigten Kirchplatz. Fachlich betreut werden die Planungen von Baurätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Für die genehmigten Bau- und Sanierungsmaßnahmen rechnet Bürgermeister Kneipp mit Zuschüssen in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten.

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