Internet
Faszinierend und gefährlich zugleich

Surfen und chatten, zocken und spielen: Für die meisten Jugendlichen gehört es heutzutage einfach dazu, dass sie täglich Zeit am Computer verbringen - auch wenn es darum geht, Freunde zu «treffen», Kontakte zu knüpfen und miteinander zu kommunizieren. Die so genannten sozialen Netzwerke machens möglich. Zweifelsohne: Das Internet fasziniert, ist aber auch nicht ganz ungefährlich. Genau da setzt die Kampagne «Leben statt schweben» mit ihrer neuen Aktion «F1 Online - Faszination und Fallen Internet» an. Drei Tage lang, vom 21. bis 23. Februar, gibt es Angebote für Schüler, Eltern, Lehrer, Fachkräfte und Studierende.

Was kann passieren, wenn man seine Daten allzu offen im Netz preisgibt? Oder kann das Zocken im Internet süchtig machen? Mit solchen und mehr Fragen beschäftigen sich Experten in verschiedenen Workshops. Für Jugendliche ab der achten Klasse gibt es beispielsweise ein extra für die Aktion entwickeltes Improtheater. Lehrer, angehende Pädagogen und Eltern wiederum sollen an das herangeführt werden, was im Netz überhaupt möglich ist. Zudem soll es für sie konkrete Hinweise geben, wie sie Kinder und Jugendliche im Umgang mit dem Medium Internet anleiten können.

«Da gibt es einfach ein Erziehungsparadoxum», meint Alexander Haag vom Stadtjugendring, der die Kampagne mit initiiert: «Hier hat man die Situation, dass Jugendliche sich oft besser auskennen als die Erwachsenen.» Und Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amts für Jugendarbeit, fügt hinzu: «Viele Erwachsene haben einfach noch keine Erfahrung mit der Thematik.»

Dass das Thema auch tatsächlich eines ist, bekamen die Initiatoren - auch der Fachdienst für Suchtfragen und Prävention Oberallgäu sowie die Hochschule Kempten sind im Boot - durch die bisherigen Anmeldezahlen belegt: Zwei Veranstaltungen für jeweils rund 100 Schüler am Montag, 21. Februar, sind bereits ausgebucht. Auch bei den Vorträgen für Pädagogen werde es bereits eng, betonen Haag und Baier-Regnery.

Sehr am Herzen liegen ihnen zwei Veranstaltungen am Dienstag, 22. Februar. Da findet ab 16 Uhr an der Hochschule eine LAN-Party für Lehr- und Fachkräfte statt. Dabei wird an mehreren Computern, die an einem Netzwerk zusammengeschlossen sind, gezockt - auch das umstrittene Schießspiel «Counter Strike». Die Pädagogen sollen dabei selbst erfahren, welche Faszination Computerspiele ausüben können und warum das so ist. Wichtig ist den Initiatoren auch ein Elternabend (19 bis 21 Uhr) mit dem Titel «F1 Online - Einfach Stecker raus». Dort gibt es Tipps für Eltern, wie sie für einen sinnvollen Medienkonsum ihrer Kinder sorgen können.

Die dreitägige Aktion, so Haag und Baier-Regnery, soll ein erster Schritt sein, das Thema Internet und der sinnvolle Umgang damit aufzugreifen. Langfristig, sind beide überzeugt, müsse die Thematik in alle pädagogischen Konzepte eingebaut werden.

Mehr Infos und das Programm von «F1 Online» gibt es im Netz unter . Eine Anmeldung zu der LAN-Party und dem Elternabend unter (0831) 2525-632 oder info@leben-statt-schweben.de ist erwünscht. Dort gibt es auch Auskunft, für welche Aktionen noch Plätze frei sind.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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