Fast alle Abende ausgebucht

Weiler | ins | Die Landratskandidaten stellen sich bei mehreren Podiumsdiskussionen gemeinsam vor. Auch die beiden Bürgermeisterkandidaten von Heimenkirch veranstalten einen gemeinsamen Diskussionsabend. Allein die Bürgerinnen und Bürger aus Weiler haben keine Möglichkeit zum direkten Vergleich. CSU-Kandidat Günther Schmidt hat dem Amtsinhaber Karl-Heinz Rudolph eine solche Veranstaltung angeboten. Wir fragten Rudolph, warum er absagte.

Herr Rudolph, warum gibt es in Weiler keine Podiumsdiskussion der beiden Bürgermeisterkandidaten?

Karl-Heinz Rudolph: Mein Gegenkandidat hat knapp drei Wochen vor der Wahl bei mir um eine Podiumsdiskussion angefragt. Es war allerdings in keiner Weise klar, wie diese Diskussion ablaufen würde und wann sie stattfinden sollte. Üblicherweise wird eine Podiumsdiskussion von einer neutralen Organisation veranstaltet, so wie das beim letzten Mal auch der Fall gewesen ist. Dazu war dieses Mal wohl niemand bereit. Solche wichtigen Termine werden normalerweise vor Beginn der heißen Wahlkampfphase festgelegt und das ist spätestens Anfang Januar. Bei mir sind definitiv in dieser und nächster Woche - bis auf nächsten Dienstagabend - alle Abende ausgebucht. Am Dienstag will ich keine Diskussion machen, weil wir am nächsten Tag die eigene Abschlussveranstaltung der Freien Wähler haben. Da würden wir uns ja selber die Leute wegnehmen.

Es geht Ihnen also wirklich nur um Terminprobleme? Hätten Sie denn mitgemacht, wenn Herr Schmidt Sie früher angesprochen hätte?

Rudolph: Ja natürlich. Wenn er das früher angeleiert hätte, hätte man vielleicht noch was Vernünftiges organisieren können. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich jetzt nicht alle meine Termine über den Haufen schmeißen kann. Knapp drei Wochen vor der Wahl stehen einfach schon alle Veranstaltungen fest. Wir sollten mit einer Parallelveranstaltung auch nicht anderen die Leute wegnehmen. Das ist einfach eine Frage des gegenseitigen Umgangs und Stils. Ich bin erstaunt, dass ein Profi, der mein Gegenkandidat ja vorgibt zu sein, nicht rechtzeitig so eine Veranstaltung plant und mich darüber informiert. Auf der Bürgerversammlung am 25. Januar, auf der mein Gegenkandidat ja auch war, war jedenfalls noch keine Rede davon.

Warum haben Sie nicht selbst die Initiative ergriffen?

Rudolph:Ich habe die Bürgerinnen und Bürger auf der Bürgerversammlung umfassend über das vergangene Jahr informiert und auch einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre gegeben. Außerdem stehe ich auf unseren Bürgergesprächen jederzeit den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Zusammen mit unserer Abschlussveranstaltung und mit unserem Vortrag über Energieeinsparung haben wir seit 18. Januar zehn Veranstaltungen geboten, um den Bürger sachlich zu informieren. Sollten dennoch Fragen offen sein, können mich die Bürger, so wie sonst auch, jederzeit gerne auch persönlich anrufen.

Wäre es für die Wähler nicht aufschlussreich, Sie und Ihren Herausforderer direkt vergleichen zu können?

Rudolph: Die Bürgerinnen und Bürger kennen mich als Person teilweise seit meiner Geburt und als Bürgermeister seit mittlerweile sechs Jahren. Zuvor habe ich außerdem zwölf Jahre im Marktgemeinderat aktiv mitgearbeitet. Die Leute kennen meine Arbeit und sie wissen, was in den vergangenen sechs Jahren erreicht wurde. Sie kennen meinen Politikstil, der sich ausschließlich an der Sache orientiert. Danach sollen mich die Leute am 2. März beurteilen. Das ist mein Wunsch.

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