Kurz vorm Kehraus
«Faschings-Beerdigung mit lachendem und weinendem Auge»

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Am heutigen Faschingsdienstag findet der Endspurt des närrischen Treibens statt - dann heißt es Kehraus. Morgen beginnt die Fastenzeit und es wird wieder ruhiger. Besonders für diejenigen, die in der fünften Jahreszeit ein große Rolle gespielt haben, wie der 26-jährige Dominik Zahn und seine Freundin, die 23 Jahre alte Andrea Schön. Die Beiden sind noch bis morgen das Moosbacher Regentenpaar Prinzessin Andrea I. und Prinz Dominik I.. Uns haben der selbstständige Unternehmer im Kfz-Bereich und die Steuerfachangestellte erzählt, wie viel Spaß ihnen der Fasching gemacht hat, aber warum sie sich darauf freuen, ab morgen einfach wieder Dominik und Andrea zu sein - ohne Adelstitel.

Der Aschermittwoch rückt näher. Werden Sie bei dem Gedanken wehmütig oder haben Sie inzwischen genug von der närrischen Zeit?

Zahn: Teils teils. Es war wirklich eine schöne Zeit als Prinzenpaar. Aber es war eben auch sehr stressig. Man freut sich nun schon, wenn man wieder mehr Freizeit hat.

Schön: Das stimmt. Es war anstrengend. Aber schön anstrengend.

Wie sahen die letzten Wochen aus?

Zahn: Los ging es ja schon am 11.11. vergangenes Jahr. Dann war natürlich eine längere Pause, in der man aber immer mit der Organisation des Faschings beschäftigt war. Ob Kostüme auswählen, Reden schreiben oder die Feste organisieren.

Heute Abend ist ein letztes Mal feiern angesagt und dann werden wir noch im Festzelt den Fasching symbolisch beerdigen - mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Schön: Aber die vergangenen zwei Wochen haben alles geschlagen. Da waren wir wirklich jedes Wochenende wo anders. Insgesamt hatten wir fast 20 Auftritte.

Haben Sie für die Faschingstage schon all Ihren Urlaub aufgebraucht oder ist der erst jetzt bitter nötig, um sich von der Feierei zu entspannen?

Zahn: Da ich selbstständig bin, gab es für mich keinen Urlaub. Es war ein Spagat zwischen Arbeit und Fasching. Nur am Donnerstag habe ich frei, um mich ein wenig zu erholen.

Schön: Ich habe Gott sei Dank diese Woche Urlaub. Anders wäre es auch gar nicht gegangen. Wegfahren können wir leider nicht, um uns zu erholen. Aber es reicht schon, wenn wir einfach zu zweit wieder etwas Schönes machen.

Zum Beispiel auf Partys gehen?

Schön: (lacht) Oh nein. Dominik hat schon gesagt, dass wir die nächsten Wochen nicht mehr feiern gehen. Wobei ich denke, wenn jemand anruft, gehen wir doch mit auf die Piste. Wir sind ja jetzt nicht feiergeschädigt.

Beziehung bleibt auf der Strecke

Blieb denn Zeit für Ihre Beziehung in den letzten Wochen oder fühlen Sie sich ein wenig wie Prinz William und seine Kate und war nur noch das repräsentative Paar?

Zahn: Die Beziehung bleibt bei so viel Trubel schon ein wenig auf der Strecke. Wir freuen uns, wenn wir wieder Zeit für uns haben.

Schön: Abends hatten wir auch gar keine Ruhe. Wenn Dominik von der Arbeit kam, habe ich ihn gleich wieder belagert mit Reden korrigieren. Jetzt wollen wir abends einfach nichts zu tun haben. Und zu Hause schauts auch aus

Würden Sie nächstes Jahr gerne wieder als Prinzenpaar auftreten?

Zahn: Nein, nächstes Jahr nicht. Aber vielleicht stellen wir uns irgendwann mal wieder zu Wahl.

Schön: Ich denke nicht, dass wir das noch einmal machen. Es ist wirklich eine besondere Erfahrung, die man aber nur einmal im Leben macht. Irgendwann zeigt man den eigenen Kindern Fotos und erinnert sich gerne zurück. Ein zweites Mal würde dem die Besonderheit nehmen.

Haben Sie eine Lieblingsanekdote aus Ihrer Prinzenpaar-Zeit?

Schön: Oh je, ja. Beim ersten Ball in Moosbach waren wir furchtbar aufgeregt. Als wir ankamen, ist mir aufgefallen, dass wir unsere Umhänge vergessen hatten. Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Ich dachte, ich falle um. Mein Vater ist dann noch einmal losgefahren und hat die Umhänge geholt und wir sind sogar fast pünktlich aufgetreten. Aber es hatte sich bereits wie ein Lauffeuer herumgesprochen, dass das Prinzenpaar seine Umhänge vergessen hat.

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