Farce mit Doppeldeutigkeit

Von Michaela Kegel Lindenberg Mit ihrer witzigen Verwechslungs- und Verwandlungskomödie 'Und ewig rauschen die Gelder' begeisterten die Schauspielerinnen und Schauspieler des Lindenberger Volkstheaters ihr Publikum. Immer wieder wurden die Akteure im 'Löwen'-Saal mit spontanem Beifallklatschen belohnt.

Die Schauspieler spielten ihre Rollen durchwegs souverän, wobei vor allem die beiden Hauptdarsteller Richard Pissors als Eric Swan und Olaf Fabert in der Rolle von Norman Bassett durch gewitzte Rededuelle und treffende Mimik überzeugten.

Die Farce in zwei Akten von Michael Cooney handelt vom arbeitslosen Eric Swan, der seit zwei Jahren nicht nur seine Frau in dem Glauben lässt, noch zu arbeiten, sondern in höchstem Maße das Sozialamt betrügt. Dank seiner Lügengeschichten erhält er sämtliche Unterstützungen vom Staat. Als schließlich der Außenprüfer vom Sozialamt vor der Tür steht (Leander Mikschl), gerät die Sache außer Kontrolle. Es werden unzählige neue Lügen erfunden, bis sich die Situation so verstrickt, dass man als Zuschauer genau aufpassen muss, um den Faden nicht zu verlieren. Die neun Personen sind mehrmals gezwungen, sich für einen anderen auszugeben, nur um nicht vor dem Sozialprüfer oder gar der Ehefrau von Eric Swan, Linda Swan (Ulrike Stadelmann) aufzufliegen. Die Komödie ist voller Doppeldeutigkeit. So wird der arme Eric Swan auf Grund von Missverständnissen von seiner Frau gar für einen Transvestiten gehalten. Bei so viel Chaos gibt es viel zu lachen.

Ihre hitzigen Diskussionen bringen beiden Hauptpersonen Eric und Norman sehr natürlich rüber, ihre Dialoge geben dem Stück den Zusammenhalt.

Kleine Sticheleien

Olaf Fabert muss als Norman Bassett hilflos mitspielen und reagiert nicht nur wütend, sondern auch sehr sarkastisch. Dieser Alltagshumor und die kleinen Sticheleien lockern die Handlung auf.

Zur guten Stimmung im Publikum tragen auch alle übrigen Darsteller des Stücks bei. Mr. Forbright und Sally Chessington, gespielt von Rupert Aichele und Marion Mollet, versuchen unermüdlich, sich um eine vermeintliche Leiche im Hause Bassett zu kümmern. In diese Rolle schlüpft Helmut Reithmeier, der eigentlich als lebensfroher Uncle George bei den Betrügereien ums Sozialamt kräftig mitmischt. Armin Schmid verkörpert den gediegenen 'Partnerschaftsmoderator' Dr. Chapman, der gemeinsam mit Linda Swan von den fetischistischen Neigungen des Eric Swan überzeugt ist.

Die dominante Chefin des Außenprüfers Jenkins, die als Mrs. Cowper von Andrea Egerer gespielt wird, macht die Situation schließlich aussichtslos für den hilflosen Betrüger Eric. Die Handlung nimmt jedoch eine unerwartete Wendung.

iWeitere Aufführungen am Freitag, 20., Samstag, 21., und Sonntag, 22. April, jeweils um 20 Uhr im Lindenberger 'Löwen'-Saal.

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