MarktRettenbach
«Fahrt ins Allgäu hat sich gelohnt»

Kurz nach 10.30 Uhr beginnt die Musik zu spielen, um die Hauptdarsteller anzukündigen. Glocken sind schon von Weitem zu hören. Als die Jungrinder endlich zu sehen sind, gibt es Applaus. Mehr als 1000 Zuschauer sind am Samstag zum ersten Viehscheid nach Markt Rettenbach gekommen.

Von Weiden außerhalb des Ortes kehren die Tiere an diesem Vormittag in den Ort zurück. Sie werden angeführt von einem aufwendig geschmückten Kranzrind. Unter den Schaulustigen ist auch das Ehepaar Görner aus Augsburg. Zuvor hatten beide noch nie einen Viehscheid gesehen. Aus Zeitung und Internet erfuhren sie von der Veranstaltung in Markt Rettenbach und machten sich auf den Weg. «Da hat sich die Fahrt ins Allgäu doch gelohnt. Nett und originell anzusehen, was so ein Dorf auf die Beine stellen kann», sagt Uwe Görner.

Genauso sah es Familie Güntheroth, die ebenfalls aus Augsburg angereist war. Die vier Kinder sollten zum ersten Mal bei einem Allgäuer Viehscheid dabei sein. «Es muss nicht immer Trubel herrschen, hier ist alles schön überschaubar,» lobte der Familienvater. Die Idee, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, hatten einige Markt Rettenbacher Feuerwehrleute.

Sie helfen an diesem Samstag beim Viehtrieb und haben einen erfahrenen Mitstreiter aus dem Oberallgäu: Der Gunzesrieder Martin Karg weiß vom dortigen Viehscheid, wie ein solches Spektakel abzulaufen hat.

Auch Zwerghühner dabei

Die Brüder Maxi (3) und Leo Meinecke (6) widmen sich dagegen anderem Getier. Denn um den Zug ein wenig zu erweitern, sind nicht nur Rinder zugelassen. Die Geschwister Meinecke ziehen einen Handwagen mit zwei Zwerghühnern, was laut dem Jüngeren «ganz schön anstrengend» ist. Ihre Mama Dagmar führt ein Pferd und Hund Benni ist auch dabei. Papa Richard hilft derweil, die Rinder zur Pfarrwiese zu dirigieren, wo der Zug endet.

Nach der Ankunft der Tiere freut sich Gerald Klarwein, der Vorsitzende der Markt Rettenbacher Feuerwehr: «So wurde aus einem kleinen Festle fürs Dorf ein Höhepunkt für das ganze Umland.» Viele Besucher bleiben bis zum Abend. Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt, die Kinder versuchen sich als Wettmelker und können Ziegen streicheln. Die Rettenbacher Feuerwehr muss jetzt entscheiden, ob der Viehscheid auch im nächsten Jahr stattfindet und zu einer Tradition werden soll.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen