Immenstadt
Fachärztliche Versorgung sichern

Ende 2010 soll das neue Gesundheitszentrum an der Klinik Immenstadt fertig sein. Zum Auftakt der Bauarbeiten wurde gestern erstmals öffentlich benannt, welche Investoren das Projekt mit 12,5 Millionen Euro Kosten schultern: die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd und das Sozial-Wirtschafts-Werk des Landkreises (SWW). Sie haben dazu die Tochterfirma «GOS Grundstücksgesellschaft Oberallgäu-Süd» gegründet. Die Raiba hält 65 Prozent der Anteile, das SWW 35.

Man stemme erstmals ein Investitionsvolumen dieser Größe, wolle als heimische Bank aber etwas für die Menschen der Region tun, betonte Vorstandsvorsitzender Otto Schmid. Die Bank wolle ein Zeichen setzen, dass Rendite zwar schön, aber kein Alleinstellungsmerkmal sei. Die Investition sei ein Beitrag, die fachärztliche Versorgung zu sichern. Mit Blick auf zeitweilig in Immenstadt geäußerte Bedenken sagte Schmid, man wolle dem Handel Schaukästen bieten, in denen er sich präsentieren könne. Zudem versuche man, dass der Stadtbus öfters zwischen Klinik und Stadtzentrum pendelt. Weiter ist Schmid optimistisch, dass neben der Firma Geiger als Generalunternehmer viele heimische Handwerker von dem Projekt profitieren.

Nur ein vernetztes Gesundheitswesen könne im ländlichen Bereich erfolgreich sein, unterstrich Landrat Gebhard Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Oberallgäu. Dazu gehöre es, die stationäre Versorgung eng mit Haus- und Fachärzten zu verzahnen. Das neue Gesundheitszentrum werde die Versorgung vor Ort verbessern.

Das meint auch Kliniken Geschäftsführer Andreas Ruland, schließlich profitierten von den kurzen Wegen Patienten und Ärzte. Auch dank des einheitlichen EDV-Systems ließen sich Doppeluntersuchungen vermeiden. «Zwei Drittel aller Facharztangebote in der Region sind bereits in Kempten zentriert», sagte Ruland. Der Neubau solle dazu beitragen, den Rest wohnortnah zu halten. Und weil sich dort ausschließlich Ärzte niederlassen, die eine Praxis in Immenstadt haben, schaffe man auch keine neue Konkurrenz.

Zur Vermietung der Flächen hatten die Kliniken mit verschiedenen Interessenten Gespräche geführt und dann die aus ihrer Sicht geeigneten ausgewählt.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen