Special Allgäuer Festwoche SPECIAL

Kempten
Extra aus München angereist und dann vor verschlossenen Festwochen-Toren

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Die Weihnachtszeit und die Festwoche: Das sind für Manfred Poschenrieder zwei feste Termine, zu denen er alle Jahre wieder aus München in seine alte Heimat Kempten kommt. Doch in diesem Jahr machte ihm «das Heimkehren keinen Spaß», sagt Poschenrieder. Denn am Sicherheitskonzept muss seiner Meinung nach ordentlich gefeilt werden. Und das finde nicht nur er: Etliche Gespräche habe er im Bekanntenkreis geführt und auch dort habe das Sicherheitskonzept zu einigem Unmut geführt. Nachfrage also bei Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher.

«Regeln zur Sicherheit müssen sein. Klares Ja», betont Poschenrieder. Ärgerlich findet er allerdings, dass er seinen reservierten Tisch im Festzelt nicht bekommen habe, weil er auf das abgesperrte Gelände nicht mehr gekommen sei. Ganz im Gegensatz zu einem jungen Paar, das der Mitarbeiter der Firma Sida mit der Begründung, man habe «nur schnell die Kinder heimgebracht», anstandslos aufs Gelände gelassen habe. Das Argument «extra aus München nach Kempten gekommen» habe dagegen nicht gezählt.

Massen sollen abfließen

Was Poschenrieder ebenfalls nicht versteht: Während er vor dem Tor stand, hätten 100 bis 150 Menschen das Gelände verlassen. Die 20 bis 25 verärgerten Personen, die auf Einlass warteten, habe man dennoch nicht aufs Gelände gelassen.

«Das Problem ist, dass wir abends erst zumachen, wenn das Gelände wirklich voll ist», erklärt Dufner-Wucher. Dann gehe es darum, dass die Menschenmassen wieder langsam abfließen und die Lage sich entspannt. Denn vor allem abends, wenn auch viele Betrunkene unterwegs seien, sei das Sicherheitsproblem größer.

Was den Einlass des jungen Pärchens aufs geschlossene Gelände angeht, spricht Dufner-Wucher von einem Fehlverhalten des Sida-Mitarbeiters: «Es gibt da ganz klare Anweisungen, die für jeden gelten: Wenn zu ist, ist zu.» Der Vorfall sei an die Verantwortlichen bei der Sida gemeldet.

Und was ist mit dem Einlass ins Festzelt für Menschen, die reserviert haben? «Wer eine Reservierung hat, hat keinen Anspruch, aufs Gelände zu kommen», sagt Dufner-Wucher. Allerdings würden alle, die reserviert haben, im Vorfeld darüber informiert, dass sie rechtzeitig auf dem Gelände sein müssen. Dann kämen sie auch ins Festzelt, denn dort dürfe ja für jeden, der hinausgeht, auch wieder einer hinein.

«Die Sicherheit geht einfach immer vor», verdeutlicht die Festwochenleiterin und bittet um Verständnis dafür, dass es schließlich Menschen gebe, die für die Sicherheit bei der Großveranstaltung eine enorme Verantwortung tragen müssten. Allerdings werde man für das nächste Jahr gerade über den Austausch noch einmal diskutieren und die Argumente abwägen.

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