Städtebau
Experten informieren sich im Mühlbachquartier - Sorgen um Fördergelder

Ein regnerischer Dienstagmittag schafft zwar nicht den besten Rahmen. Dennoch zeigten sich gestern rund 40 Experten aus ganz Schwaben angetan, wie sich die neu gestaltete Gerberstraße mit dem charakteristischen Mühlrad präsentiert. Vertreter ihrer Kommunen tauschten Erfahrungen mit dem Programm «Aktive Stadt- und Ortsteilzentren» aus, von dem auch das Mühlbachquartier profitiert hat. Sorgen machen sich die Verantwortlichen über mögliche weitere Kürzungen bei der Städtebauförderung.

Den «maßgeblichen Anteil» von Hauseigentümern und Geschäftsleuten am Projekt in der nördlichen Einkaufsstadt hob Verwaltungsreferent Dr. Richard Schießl bei der Begehung hervor. Mit Marketingfachleuten sei die Idee entwickelt worden, an den historischen Bezug zum ehemaligen Schlangenbach anzuknüpfen. Als echten «Hingucker» nahmen auch die Fachleute das Mühlrad an: «Wo sich was bewegt, ist halt auch was los», hieß es.

Die Vielfalt zu fördern ist laut Wilhelm Hofmann, Sachgebietsleiter Städtebau bei der Regierung von Schwaben, ein erklärtes Ziel der Projekte. Es gehe nicht nur darum, den Einzelhandel zu entwickeln, sondern eben auch darum, dass Privatleute ihre Bausubstanz ins rechte Licht rücken.

68 Programmgemeinden gibt es in Schwaben. Sie alle hegen die Befürchtung, dass die Bundesregierung erneut die Zuschüsse zusammenstreicht. Für 2011 wurde auf 455 Millionen Euro reduziert, 2012 sollen nur mehr 265 Millionen zur Verfügung stehen. «Dies gefährdet dringend erforderliche Investitionen und Projekte», warnte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer in seinem Grußwort. Wie mehrfach berichtet leidet auch Kempten unter den jüngsten Streichungen - besonders beim Programm «Soziale Stadt» in Sankt Mang.

Ideen gefragt für die Brandstatt

Dass mit den Geldern Positives angestoßen werde, ist laut Quartiersmanagerin Annett Lukas in der Gerberstraße offensichtlich. Händler berichteten über deutlich mehr Kunden, der Wasserlauf werde von Kindern begeistert bepritschelt, die Stufen beim Mühlrad seien bei schönem Wetter stets besetzt - auch wenn sich mancher Kemptener ein hölzernes Rad gewünscht hätte.

Fortgeführt wird die Neugestaltung in der Brandstatt. Für diesen Bereich werden derzeit wieder mit Anwohnern und Gewerbetreibenden Ideen gesammelt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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