Leeder
Europas Buggyfahrer zu Gast in Leeder

«EFRA» ist die Kurzbezeichnung für die «European Federation of Radio Operated Model Automobiles». Dieser europaweite Zusammenschluss der Liebhaber ferngesteuerter Modellautos hat seinen Sitz in Schweden und veranstaltet unter anderem eine mit «Grand Prix» bezeichnete Rennserie.

Heuer zählten bislang zwei Veranstaltungen für die «Buggys» dazu: Im April traf man sich in Guarda in Portugal und im Mai im französischen Lyon. Der dritte und letzte «Große Preis» findet von Freitag, 10., bis Sonntag, 12. September, (siehe Info-Kasten) auf dem Fuchstalring bei Leeder statt.

Der ausrichtende MC Welden hat zwar bereits deutsche Meisterschaften organisiert, wie etwa zuletzt im Jahr 2005, doch bei dieser Veranstaltung handelt es sich um den ersten internationalen Wettbewerb in der 23-jährigen Vereinsgeschichte. Da erst im Vorjahr der Fuchstalring komplett neu gestaltet und mit zahlreichen Finessen ausgestattet wurde, kann man den Gästen aus dem In- und Ausland auch einiges bieten.

Besonders spektakulär ist auf dem 400 Meter langen Rundkurs beispielsweise die mit «Obi-Wahnsinns-Sprung» titulierte Doppelschanze, die bis zu 13 Meter lange Flugeinlagen ermöglicht. Gespannt darf man also sein, wie Europas Spitzenfahrer mit diesen Anforderungen zurechtkommen. Gefahren wird in dem Rennen mit funkgesteuerten Modellautos, die im Maßstab 1:8 den Buggys nachempfunden sind, wie sie bei Wüstenrennen eingesetzt werden. Sie dürfen höchstens 31 Zentimeter breit sein und müssen mindestens 3000 Gramm wiegen. Der Antrieb besteht aus einem Einzylinder-Zweitaktmotor, der höchstens 3,5 Kubikzentimeter Hubraum aufweisen darf.

Diese Motoren sind absolute Hochleistungstriebwerke und werden mit einem Gemisch aus Methanol, Rizinusöl, synthetischem Öl und Nitomethan, das als chemischer Turbolader fungiert, betrieben.

Bei einer Drehzahl von etwa 33000 Umdrehungen je Minute leisten die Motoren bis zu 2,3 PS und beschleunigen die Buggys in kürzester Zeit auf bis zu 80 Stundenkilometer. Der Tankinhalt ist mit 125 Kubikzentimeter reglementiert. Mit dieser Treibstoffmenge laufen die kleinen Kraftpakete etwa acht Minuten. Es sind also in einem Lauf bis zu fünf Tankstopps nötig, und wie im «großen» Rennsport entscheiden eine schnelle Boxencrew und die richtige Strategie mit über Sieg oder Niederlage.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen