«Etwas über die Welt lernen»

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Neugablonz | sim | «Ich glaube, man kann beim Zeitunglesen in der Schule richtig gut entspannen», meint die kleine Theresa aus der vierten Klasse der Adalbert-Stifter-Schule in Neugablonz. Die Schule nimmt nach einer Pause wieder an «Zeitung in der Schule» (ZiSCH), einem Projekt unserer Zeitung, teil. Gerechnet wird heuer mit einer Rekordbeteiligung. Bisher liegen schon rund 1300 Anmeldungen von Grund-, Haupt-, Realschulen, Gymnasien und Förderschulen vor. In der kommenden Woche werden sich viele Lehrer ausführlich über das Projekt informieren. Mit dabei sind auch Beate Koch und Mathilde Hecker von der Adalbert-Stifter-Volksschule. Die beiden Lehrerinnen nehmen jeweils mit einer vierten Klasse teil.

Medienpädagogisch begleitet wird «ZiSCH» vom Institut ProMedia. Seit Jahrzehnten wird über das Projekt der Lesespaß von Schülern gefördert und den Kindern das Zeitunglesen nähergebracht. «ZiSCH hat sich zu einer Bildungsinitiative für die ganze Region entwickelt», sagt Ralf Foltz von ProMedia. Aus dieser Motivation heraus ist auch der Leiter der Adalbert-Stifter-Volksschule, Herbert Stumpe, an seine Lehrerinnen herangetreten. «Wir haben vor einigen Jahren schon einmal mitgemacht, daher weiß ich, wie lohnenswert das Projekt ist.» Viele Kinder erhielten ihre Informationen sonst hauptsächlich über Fernsehen und Internet.

Auch Beate Koch ist von dem Erfolg des Projektes überzeugt. «Die Zeitung ist ein so vielseitiges Produkt, das lässt sich wunderbar fächerübergreifend nutzen.» Ideen, die Zeitung zu verwenden, gibt es bereits zu Genüge. «Für den Deutschunterricht können die Kinder Wörter suchen, die sie unterstreichen müssen - und für Mathematik eignen sich Tabellen als Anschauungsmaterial», freut sich Mathilde Hecker. Natürlich geht es aber auch um das Medium Zeitung selbst und den Inhalt. «Vor allem im Lokalteil können die Schüler vieles entdecken und lernen, dass in einer Zeitung nicht nur Weltnachrichten stehen, sondern auch Berichte über ihre nähere Umgebung», erklärt Beate Koch. Dass Zeitung manchen Kleinen gar nicht so unbekannt ist, sieht man an Caroline. Die Zehnjährige durchforste schon ab und zu mal eine Ausgabe, um zu sehen, ob sie etwas kennt.

Der neunjährige Philipp dagegen interessiert sich hauptsächlich für die Jugendseite «Capito». «Ich schaue mir immer zuerst die Bilder an und lese dann, was mich interessiert.»

Auf die Zeitung freuen sich auf jeden Fall alle Kinder, und auch wenn es interessant ist, «etwas über die Welt zu lernen», wie die neunjährige Lisa findet - eine Zeitung kann man auch wunderbar dazu benutzen, um den fremden Menschen auf den Fotos lustige Schnurrbärte zu verpassen. Und diese Aufgabe erledigen die Viertklässler schon mal mit Bravour.

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