Kaufbeuren
ESVK schlägt in letzter Minute zurück

Genau vor einer Woche fehlten dem ESV Kaufbeuren im Heimspiel gegen München ganze fünf Sekunden zum Sieg - deren sieben waren es diesmal, als Mike Wehrstedt den 4:3-Siegtreffer gegen den SC Riessersee erzielte. «Wir haben eben genau aufgepasst, wie man so etwas macht», meinte der sichtlich erleichterte Trainer Ken Latta nach dem Spiel in der Zweiten Eishockey-Bundesliga schmunzelnd.

Dagegen wetterte sein Kollege und Freund Mauricio Mansi in erster Linie gegen Schiedsrichter Levente Györgyicze, der mit den beiden - aus Mansis Sicht unberechtigten - Hinausstellungen von SCR-Spielern die Partie in der Schlussphase maßgeblich beeinflusst habe. Dass die Joker dadurch ausgerechnet in den beiden Schlussminuten bei doppelter Überzahl agierten, war natürlich der perfekte Matchball. Aufgrund der Darbietungen im ersten Drittel war der Kaufbeurer Trainer aber auch keineswegs zu Scherzen aufgelegt: «Wir haben gespielt wie heute Morgen im Training - so kann man nicht gewinnen», sagte Latta über die Leistung in den ersten 20 Minuten, aber hatte offenbar in der Pause die richtigen Worte gefunden. Glück allein für den ESVK, dass die Gäste aus ihrer Überlegenheit zu wenig Kapital schlugen.

«Wir waren zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft, doch wir wollten dann nur noch schön spielen», haderte Mansi mit seinem Team.

Erfolgreiche Umstellung

Ein gutes Händchen hatte dagegen Latta mit der Umstellung seiner Sturmreihen ab dem zweiten Drittel, als er Torjäger Wehrstedt flankiert von den Filigrantechnikern Jordan Webb und Petr Sikora stürmen ließ. «Der Ausfall von Rob McFeeters hat uns im Angriff irgendwie gehemmt», vermutet Jakub Körner, der sich nun darüber freut, dass mit Daniel Menge künftig ein Kumpel aus gemeinsamen Tagen in Dresden das Joker-Trikot trägt: «Er ist ein hervorragender Eishockey-Spieler, der stets zu den besten deutschen Scorern zählte. Außerdem passt er menschlich optimal in unser Team», sagte Körner über seinen künftigen Mitspieler, dessen Verpflichtung nach der Partie bekannt gegeben wurde.

Regelrechte Flügel bekam mit Fortdauer des Spiels auch Go Tanaka, der seine starke Leistung mit dem Tor zum 3:2 krönte. Zusammen mit Daniel Oppholzer und Dominic Krabat sorgte diese Reihe für erfrischendes Offensiv-Eishockey.

Von zweifelhaften Entscheidungen des Schiedsrichters blieb jedoch auch der ESVK nicht verschont, als Verteidiger Körner in der 53. Minute nach Intervention des Linienrichters mit einer Fünf-Minuten-Strafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. «Man hat genau gesehen, dass er gehalten hat und ich mich nur losreißen wollte. Dabei habe ich ihn wohl im Gesicht getroffen.

Danach hat er vermutlich so lange in der Nase gebohrt, bis Blut kam», so die Version des vermeintlichen Übeltäters Körner, der aber später umso mehr froh war, dass es für Kaufbeuren doch noch zum Happy-End kam.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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