Schwitzen
ESV Kaufbeuren – Eishockey bei 30 Grad

In den letzten beiden Wochen hat uns der August Sonne satt beschert. Mit Temperaturen weit über der 30 Grad Marke und wolkenlosem Himmel sorgte der Sommer im Allgäu noch mal für eine richtige Überraschung. Und was kühlt da besser als eine große Portion Eis?

Speiseeis wohlgemerkt, denn wie uns die Profis des ESVK versichert haben: Das Eis in der Sparkassen-Arena in Kaufbeuren ist zwar kalt, in voller Montur beim harten Aufbautraining zum Saisonstart am 23. September aberschwitzt man wie ein Tier.

Seit vorletzter Woche sind die Joker schon auf dem Eis und trainieren dort bei sengender Hitze mehrere Stunden täglich. Das Training ist an sich ja schon anstrengend, erzählt Stürmer Daniel Menge aber in dieser Hitze ist es teilweise eine Qual.

Vor allem das Lauftraining sei bei hohen Temperaturen eine Belastung. Wenn es so warm ist, ist das Eis sehr weich – also sinkt man mit den Kufen tiefer ein und muss demnach mehr Kraft aufwenden um vorwärts zu kommen, berichtet der 28-jährige und fügt augenzwinkernd hinzu: Ich glaube, manchmal gefällt dem Trainer die hohe Temperatur, so kann er uns doppelt quälen. Zum einen mit dem harten Training, zum anderen mit der Hitze.

Auch für Bernhard Ebner, Verteidiger des ESVK, ist es definitiv zu warm. Man schwitzt schon sehr viel in der Halle, sagt er. Und auch wenn als Alternative eine kleine Runde Tennis und dann der Baggersee locken, steht der 20-jährige lieber in der Eishalle. Es sehr wichtig, dass wir jetzt schon auf dem Eis sind. Man kann zwar Kraft und Schnelligkeit auch ohne Schlittschuhe trainieren – aber vor dem Saisonauftakt muss ja noch ein System eingeübt werden.

Und genau für dieses System ist Ken Latta verantwortlich. Der ehemalige OHL-Profi trainiert die Joker seit 2009 und kennt mittlerweile das Wetter im Allgäu: Es ist bekannt, dass das Wetter hier so umschlagen kann, aber darauf dürfen wir keine Rücksicht nehmen, schildert der 49-jährige Deutschkanadier.

Das Team muss schließlich zu Beginn der neuen Saison fit sein und auch die taktische Ausrichtung muss stimmen. Der ein oder andere würde jetzt vielleicht lieber ein Bier trinken und im Schatten am See liegen – aber das geht nun mal nicht. Und das wissen meine Spieler auch, das sind absolute Profis und am Ende zahlt sich das harte Training auch aus, so Latta weiter.

Ähnlich denkt auch Daniel Menge: Wir sind Eishockeyspieler geworden um zu spielen, um uns mit anderen Teams zu messen, erzählt er noch, kurz bevor es auf das Eis geht. Und um konkurrenzfähig zu sein muss man nun mal hart trainieren. Und das, wenn es sein muss, auch bei 30 Grad.

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