Füssen / Reutte
Es soll hoch hinaus gehen

Es sind wahrlich hochgesteckte Ziele: Der Baumkronenweg im Füssener Walderlebniszentrum und die Hängebrücke bei Ehrenberg in Österreich (wir berichteten). Für beide Projekte erhoffen die Initiatoren den baldigen Startschuss. Derzeit wartet Ehrenberg auf die Baubewilligung durch die Gemeinde Reutte. Füssen muss noch mit dem Wirtschaftsministerium die Finanzierung klären.

«Wir hoffen, dass das Projekt in drei Wochen von der Gemeinde genehmigt ist», erklärte Architekt Armin Walch auf Nachfrage unserer Zeitung. Jedoch könne er erst nach der Bewilligung über eine konkrete Finanzierung sprechen. Ein Drittel des insgesamt rund eine Million Euro teuren Projekts sei bereits durch Gemeinde und Tourismusverband gesichert. Die fehlenden zwei Drittel hofft Walch über Fördergelder von Land und Bund zu beschaffen - und gibt sich hier «sehr zuversichtlich». Die 312 Meter lange Hängebrücke führt von der Ruine Ehrenberg über das Tal am Katzenberg zum südlich liegenden Fort Claudia.

Der Architekt und zugleich Geschäftsführer des Burgenvereins verfolgt einen ehrgeizigen Zeitplan: Nach erfolgter Genehmigung und Ausschreibung sollen bis Ende Oktober die konkreten Preise vorliegen. Sobald auch die restlichen Fördergelder sicher sind, wird gebaut. Allerdings erst im Frühjahr, denn «während der Frostperiode Felsanker zu bohren, geht schlecht», erklärte Walch. Nach weiteren drei Monaten Bauzeit sei die Brücke voraussichtlich fertig.

Brücke Huttenloher gewidmet?

Bedeckt hält sich der Architekt derzeit über die Namensgebung der Brücke. Im Vorwort des Magazins «Ehrenberg Sommer» hatte er verkündet, die Brücke Maximilian Huttenloher, dem Vater der Ritterspiele, «persönlich zu widmen».

«Es ist noch zu früh zu sagen, ob die Brücke wirklich nach ihm benannt wird. Wir wollen niemandem Hoffnungen machen», sagte Walch.

Auch mit dem geplanten Baumkronenweg im Walderlebniszentrum (WEZ) soll es bald vorangehen - allerdings fehlt noch das nötige Geld: «Es geht nur noch um die Finanzierung», erklärte WEZ-Vorsitzender Walter Ganseneder. Ministerpräsident Horst Seehofer habe ihm einen Termin im bayerischen Wirtschaftsministerium zugesagt. «Sobald die Wahl vorbei ist, wird es zu diesem Gespräch kommen», so Ganseneder. Mehrere Millionen Euro soll das Projekt kosten, Ganseneder rechnet mit Geldern aus diversen Fördertöpfen - etwa EU, Landwirtschaftsministerium, Tirol, Stadt und Landkreis. Bereits Mitte Oktober soll die Finanzierung stehen, hofft Ganseneder und im April oder Mai mit dem Bau begonnen werden.

«Schön wäre, wenn nach einem Jahr Bauzeit alles fertig ist», sagte er optimistisch.

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