Es macht Spaß, anderen zu helfen

Von Benjamin Schäling | Marktoberdorf Gleich nach dem Mittagessen im Pfarrheim geht es für die Drei Heiligen Könige wieder los. Auf in die Kälte des Januars, um den Menschen die Wärme des Gebens nahe zu bringen. Thomas Hagen, der neue Kaplan der Pfarrei St. Martin, begleitet die drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar alias Michaela, Pia und Elisabeth und ihre Sternträgerin Simone bei ihrer Aufgabe. Zum bundesweit insgesamt 50. Mal sind die Sternsinger nun vor dem Dreikönigstag unterwegs, in diesem Jahr unter dem Motto 'Für die eine Welt'. Und so gehen sie drei Tage lang von Haus zu Haus, verteilen den Segen, singen ihr Lied und bitten die Menschen um Spenden. Die Bereitschaft zu geben ist auch an diesem Nachmittag groß. Fast alle, bei denen die Fünf klingeln, öffnen die Tür, erfreuen sich am Gesang der Drei Könige und spenden bereitwillig. 'Die meisten Leute sind sehr freundlich', sagt die elfjährige Elisabeth. Im vergangenen Jahr spendeten die Menschen in Marktoberdorf und Umgebung mehr als 100 000 Euro.

Acht vorwiegend aus Mädchen bestehende Sternsingergruppen zogen in den vergangenen Tagen durch die in 33 Bezirke geteilte Stadt. Die Motivation besteht für die meisten der jungen Könige darin, zu helfen. 'Es macht einfach Spaß, etwas für andere zu tun', bestätigt die zehnjährige Simone. Jede der acht Gruppen hat mehrere Bezirke der Stadt zugeteilt bekommen. 'In den drei Tagen ist das schon zu schaffen, auch wenn es für die Kinder mit der Zeit anstrengend ist', sagt Kaplan Thomas Hagen. Er und sein 18-jähriger Oberministrant Florian Zierl helfen bei der Organisation des Marktoberdorfer Teils der nach Angaben des Kinderhilfswerks weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Zierl kümmert sich um das warme Mittagessen im Pfarrheim, um die Schminke für Melchior und um Weihrauch und Kohle.

Taschenwärmer gegen die Kälte

An diesem Tag ist es draußen so bitterkalt, dass die vier Mädchen und ihr Begleiter deshalb immer wieder den erloschenen Weihrauchkessel in Gang setzen müssen. Trotzdem haben sie eigentlich Glück, denn die Sonne strahlt vom Himmel und wärmt wenigstens ein bisschen. 'Wenn es schneien oder regnen würde, wäre das schon unangenehm, denn die Kleider der Könige werden schnell nass und damit kalt', sagt der 32-jährige Hagen. Davon bleiben die fünf Wohltäter an diesem Tag verschont. Und wenn es den Kindern doch einmal kalt werden sollte, haben sie immer noch ein Ass im Ärmel. Besser gesagt in der Tasche. Zu Weihnachten bekamen die Ministranten von der Pfarrei Taschenwärmer geschenkt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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