Bad Wörishofen
«Es lohnt sich, fürs Leben zu arbeiten»

«Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles, was man in der Schule gelernt hat, vergisst» und «Danke für die schönen zwei Jahre» - mit dem Zitat von Albert Einstein und einem herzlichen Dankeschön verabschiedeten sich die beiden Klassensprecherinnen Cindy Muckenschnabel (12 a) und Julia Gehring (12 b) von der Fachoberschule Bad Wörishofen im Namen aller Absolventen. Sie hatten die Feier im Gasthaus Rauch in Ettringen organisiert.

Schulleiter Ernst Schönhaar zitierte die «Shell-Studie», in der klargestellt wird: «Das Wertesystem der Jugendlichen weist eine positive und stabile Ausrichtung auf. Familie, Freundschaft, Partnerschaft sowie Eigenverantwortung sind weiter in, begleitet von einem erhöhten Streben nach persönlicher Unabhängigkeit.» Die meisten Jugendlichen würden den richtigen Weg offensichtlich kennen, folgerte Schönhaar. Es lohne sich, «für das Leben zu arbeiten.»

Die stellvertretende Landrätin Heidi Zacher gratulierte ebenfalls zu der erworbenen Fachhochschulreife. Die Lehrkräfte der FOS hätten das nötige Rüstzeug und den Proviant für die Zukunft mitgegeben: «Machen Sie das Beste daraus», forderte sie die Absolventen auf. Das Lernen gehe jedoch weiter. «Lernen ist wie Rudern gegen den Strom», betonte Zacher. «Hört man damit auf, treibt man zurück.»

«Früher war die Zukunft auch besser»

Bad Wörishofens stellvertretender Bürgermeister Josef Fischer las ein Gedicht von Kurt Tucholsky vor, das dieser 1930 während der Weltwirtschaftskrise geschrieben hatte, und machte damit deutlich, dass es immer wieder Krisen geben werde, es aber an jedem Einzelnen liege, sie zu meistern, um gestärkt daraus hervorzugehen. «Früher war die Zukunft auch besser», zitierte der Elternbeiratsvorsitzende Lothar Habdank Karl Valentin. Er gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Abschluss und berichtete von eigenen Erfahrungen. Er hätte sich damals bei seinem Abitur unglaublich frei gefühlt, die ganzen Zwänge seien überwunden gewesen. Kurzzeitig zumindest. Bei anschließender Ausbildung und Beruf wäre alles wieder von vorne losgegangen. «Erleben Sie es selbst, wie es weitergeht», rief er den Absolventen zu.

Besonderen Eifer hatten die drei Besten gezeigt: Christina Mörz schaffte einen Notendurchschnitt von 1,64. Cornelius Breuninger folgte mit 1,75 und Alexander Röderer mit 1,99.

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