Holzhausen / Lamerdingen
Es ist sein sechster großer Umzug

Die Pfarrkirche Sankt Johann Baptist in Holzhausen war voll besetzt, als Pfarrer Andreas Pela gemeinsam mit seinen Kollegen Ernst Wollitz und Anselm Bals, Diakon Harald Walter und vielen Ministranten einzog, um in feierlichem Rahmen, mit Kirchenchor und Kinderchor, einen Dankgottesdienst zu feiern. Anlass war sein Abschied von der, wie er sagte, «lebendigen Gemeinde».

Pfarrer Pela übernimmt nach 14 Jahren in Holzhausen am 1. September die Pfarreiengemeinschaft Lamerdingen mit Groß- und Kleinkitzighofen sowie Dillishausen. «Es ist mein sechster großer Umzug», sagte der 61-Jährige, «und ich sollte mich daran gewöhnt haben.»

«Unsere Wurzeln sind sowieso woanders»

Doch die jugendliche Aufbruchbereitschaft habe abgenommen, «aber unsere Wurzeln sind sowieso woanders. Wir haben unsere Wohnung bei Gott, und er wohnt bei uns». In Holzhausen habe er sich wohlgefühlt, sagte der Pfarrer in seinen Dankesworten.

Hier habe er gute Zeiten erlebt, sei in schwierigen Tagen von der Gemeinde mitgetragen worden. Als Zeichen und Erinnerung an die Gemeinde habe er sich erlaubt, so der Geistliche, einen von den vielen, für die Christbäume gemachten, wunderbaren Sternen auf den neuen Weg mitzunehmen. «Der gute Stern bleibt» versicherte Pfarrer Pela. «Pfarrer kommen und gehen, Gott wird bei euch wohnen bleiben, wenn ihr ihn einlasst.»

Einfühlsamer Freund und guter Handwerker

Statt der Fürbitten dankte die Pfarrgemeinde dem scheidenden Ortspfarrer mit Symbolen. So erhielt der «einfühlsame Freund» von Kindern und Menschen mit Handicap ein großes Herz, mit einem Hammer wurde ihm Anerkennung gezollt für seine handwerklichen Fähigkeiten. Nach dem Gottesdienst zog die ganze Pfarrgemeinde, angeführt von der Blaskapelle Holzhausen, ins Dorfgemeinschaftshaus zu weiteren Feierlichkeiten um.

Zuvor aber zollte Schwester Judith, Konventoberin bei Regens Wagner, Pfarrer Pela Respekt ob seines Teamgeistes, seiner Spiritualität. «Es ging immer um eine Sache: für Menschen da zu sein.» Orientierung zu vermitteln, hat auch Bürgermeisterin Christl Weinmüller als persönliches Anliegen des scheidenden Pfarrers ausgemacht. Weinmüller brachte als Geschenk unter anderem ein Büchlein, in dem Ausdrücke, Redewendungen aus der Jugendsprache übersetzt werden. «Damit Sie sich mit Ihren neuen Nachbarn verständigen können», meinte Christl Weinmüller verschmitzt. Der Pfarrhof in Lamerdingen grenzt nämlich an das Jugendhaus an.

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