Weihnachtsmarkt
«Es gab schon bessere Jahre»

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Der Countdown läuft. In vier Tagen ist Weihnachten und der Weihnachtsmarkt ist noch einschließlich bis 23. Dezember auf. «Viel zu lange,» kritisiert Töpferin Ulrike Speith aus Wiggensbach die Öffnung bis fast zum Heiligen Abend als «familienunfreundlich für die Händler». Und wie wars mit den Einnahmen? Speith nennt «Höhen und Tiefen» während der bislang über 20 Verkaufstage. «Aber insgesamt sind wir zufrieden.»

Von einem «Umsatzeinbruch in den vergangene Tagen» spricht ihre Standnachbarin Stefanie Stey aus Niederbayern. Die Kälte habe die Leute nicht zwischen die weihnachtlich geschmückten Buden gelockt. «Ist es kalt, dann nehmen die Leute ihre Hände gar nicht aus den Manteltaschen.» Seit über 20 Jahren schon kommt die Niederbayerin regelmäßig zum Markt nach Kempten, um Schafwoll- und Fellartikel zu verkaufen. Sie hat den Eindruck: «Das Interesse hat nachgelassen.»

«Insgesamt zu wenig Leute»

27 Jahre Weihnachtsmarkterfahrung bringt Loni Ritter aus Haldenwang mit. Trotz der Kälte der vergangenen Wochen seien Glühwein, Punsch und Bratwürste nicht der große Renner gewesen. «Es waren insgesamt zu wenig Leute da, deshalb war der Umsatz durchschnittlich.

» Den Eindruck hat auch Walter Müller von der Trio Bar. Rote Bratwürste und heißer Glühwein seien nach wie vor gefragt, «aber bei Minusgraden bleiben die Leute einfach nicht so lange stehen». Finanziell gesehen habe es zwar schon bessere Jahre gegeben, aber «wir haben keinen Grund zu jammern».

Freilich gebe es in Kempten eine große Konkurrenz, sagt Rainer Erban aus Kaufbeuren, der Wollprodukte wie Mützen, Taschen und Schmuck anbietet. Bei ihm laufen die Geschäfte dennoch etwas besser als im vergangenen Jahr. Insgesamt findet er die Dauer des Weihnachtsmarkts aber etwas zu lang.

Oft ungemütliches Wetter

26 Öffnungstage seien sehr viel, sagt auch Walburga Botzenhardt aus Kempten, die Weihnachtsschmuck und Engel aller Art anbietet. Sie spricht von vergleichsweise schlechten Geschäften und ist sich sicher, dass das auch am ungemütlichen Wetter liegt. Letzte Woche sei kaum einer vor die Tür getreten.

 

Die meisten Händler, die schon lange beim Weihnachtsmarkt in Kempten dabei sind, sagen: «Es hat schon bessere Jahre gegeben.» Durch die Kälte der vergangenen Wochen seien wohl viele Leute zu Hause geblieben, wird gemutmaßt. Fotos: Martina Diemand

 

Wer kommt, der isst und trinkt auch meist etwas. Bratwurst und Glühwein sind gefragt beim Weihnachtsmarkt, der noch bis Donnerstag seine Tore öffnet. Fotos: Martina Diemand

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