Es bröckelt an allen Ecken und Enden

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Von Ingrid Grohe | Heimenkirch Vor über einem halben Jahr hat der Heimenkircher Marktgemeinderat beschlossen, das Freibad komplett umzugestalten und die Gebäude durch neue zu ersetzen. Wie Mitglieder des Bauausschusses in einer Sitzung bedauerten, stellten einige Bürger die Notwendigkeit des Neubaus in Frage. Ein Ortstermin im Bad bestätigt die Einschätzung des Rates: Es bröckelt an allen Ecken und Enden.

Auf den ersten Blick sind die Schäden an Bauten und Becken nicht gleich zu erkennen. Unter einer glatten Wasserfläche liegen Bassins, die laut Heimenkirchs Kämmerer Georg Bockhart beträchtliche Mengen Wasser verlieren. Die Folien seien undicht und lägen nicht mehr glatt auf, was bei gefüllten Becken nicht zu sehen ist.

Blenden lösen sich

Zum Maschinenraum des Bades haben Gäste keinen Zugang. So bleibt ihnen verborgen, dass über großen Tanks und Pumpen die ganze Deckenverkleidung durchgefault und in Einzelteilen bereits heruntergebrochen ist. Die Dächer der Gebäude sind nicht mehr dicht, die Vordächer müssen abgestützt werden, einige Blenden lösen sich ab.

Untersuchungen des Technischen Überwachungsvereins haben laut Bockhart ergeben, dass der Stand der Technik im Heimenkircher Freibad nicht angemessen sei. Im Einzelnen sei die Filteranlage defekt, und auch die Chlorgasanlage müsse erneuert werden. Das Landratsamt als Aufsichtsbehörde hat außerdem den Küchen- und Sanitärbereich beanstandet. 'Hygienisch ist alles in Ordnung. Es wird überall sauber gereinigt', betont stellvertretende Bürgermeisterin Angela Feßler beim Gang durch das Freibad Allerdings entsprächen die Anlagen nicht mehr heutigen Anforderungen.

Dass aus einer ursprünglich geplanten Sanierung des gemütlichen Heimenkircher Freibades jetzt doch ein kompletter Neubau wurde, ist in Angela Feßlers Augen sinnvoll: 'Sonst würden wir einige hundertausend Euro ausgeben, und danach hätten wir trotzdem nur ein altes Klump.'

Am 1.9. kommen die Bagger

Für das neue Bad gibt der Markt rund zwei Millionen Euro aus. Derweil haben die Badegäste noch einen knappen Monat Gelegenheit, ihr vertrautes, altes Bad zu genießen. Am 1. September rollen die Bagger an, damit der Umbau während der Wintermonate über die Bühne gehen kann.

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