Es bleibt alles beim Alten

Fuchstal | hoe | Nicht viel zu entscheiden hatten die Fuchstaler Gemeinderäte bei der Verlängerung des Wegenutzungsvertrages mit den Augsburger Lechwerken. Denn nach dem neuen Energiewirtschaftsgesetz wäre es zwar auch möglich gewesen, dass ein anderes Versorgungsunternehmen das Fuchstaler Leitungsnetz übernimmt und es vom bisherigen Betreiber ablöst. Doch auf die im Bundesanzeiger erfolgte Ausschreibung für den ab dem Jahr 2010 neu abzuschließenden Vertrag hatte sich kein weiterer Interessent gefunden. So wurde beschlossen, die Bindung an das Augsburger Unternehmen für weitere zehn Jahre fortzusetzen.

Die Grundlagen des Vertrages hatten zuvor Josef Nersinger von den Lechwerken und deren örtlicher Beauftragter Hubert Schlee ausführlich erläutert. Sie betonten die gute Vertragspartnerschaft, die schon seit dem Jahr 1920 besteht. Neben der Konzessionsabgabe (siehe Info-Box) habe das Unternehmen im Jahr 2006 Gewerbesteuer in Höhe von 15 000 Euro an die Gemeinde bezahlt sowie für 50 000 Euro Aufträge an örtliche Firmen erteilt. Nersinger wies darauf hin, dass die Gemeinde durch die Festsetzung eines Sockelbetrages bei der Konzessionsabgabe auf Einnahmen in Höhe von 27 000 Euro verzichte. Dieser Betrag werde aber nicht unbedingt an die Kunden weitergegeben, da die Stromhändler nicht dazu verpflichtet sind. Somit berücksichtigen überregionale Anbieter diese örtlichen Besonderheiten in ihrer Preiskalkulation oft gar nicht.

Strittig war dann letztlich nur die Frage der Vertragslaufzeit und der Abrechnung der Folgekosten, die bei der Reparatur oder Erneuerung des Stromnetzes anfallen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Gemeinde die notwendigen Arbeiten im Tiefbau und an der Straßenoberfläche selbst übernimmt und die LEW wiederum die an ihren Anlagen. Oder, dass man sich den anfallenden Gesamtbetrag hälftig aufteilt. Bei einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren würde bei der zweiten Alternative der entsprechende Kostenanteil der Gemeinde sogar auf 40 Prozent sinken. Drei Viertel der Vertragspartner würden sich für die Regelung mit der Kostenaufteilung entscheiden, erklärte Nersinger. Es sei schwer für ihn, nur auf diese Empfehlung des betroffenen Vertragspartners hin herauszufinden, welches die günstigere Lösung sei, wandte zweiter Bürgermeister Norbert Kees in der Diskussion ein. Auch die LEW sei bei einer Aufteilung an niedrigen Kosten interessiert, entgegneten Nersinger und Bürgermeister Karg und somit stimmten die Gemeinderäte für diese Variante.

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