Erwerbslose
Erwerbslosenquote sinkt erneut - Betriebe stellen wieder deutlich mehr Bewerber ein

Das Wetter und der Arbeitsmarkt - beides ist eng miteinander verbunden. Denn der Winter mit Schnee und Eis treibt die Arbeitslosenzahlen jedes Jahr nach oben. Mit Beschreibungen aus der Wetterkunde lassen sich aber auch die positiven Entwicklungen auf dem Stellenmarkt beschreiben. Etwa so: Der Frühling macht sich bei der Jobvermittlung bemerkbar. Wie ein Hoch setzt sich die recht gute Konjunktur durch. Die Eiszeit auf dem Arbeitsmarkt ist vorbei.

Gestützt wird dies durch die nackten Zahlen. Die Erwerbslosenquote sank im Februar zwischen Kaufbeuren und Buchloe erneut - und zwar um 76 auf 2214 Menschen, was einer Quote von 5 Prozent entspricht. Das waren 421 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Und die jüngste Entwicklung lässt laut Gerhard Funke, Geschäftsstellenleiter der Kaufbeurer Arbeitsagentur, eine weitere Verbesserung erwarten. «Trotz des erneuten Wintereinbruchs wurden die ersten Arbeitslosen aus den witterungsabhängigen Berufen dieses Jahr schon frühzeitig wieder eingestellt», sagt er. Zudem seien die Neuanmeldungen an Betroffenen in den vergangenen zwei Wochen deutlich zurückgegangen - Zahlen, die in der aktuellen Statistik noch gar nicht verarbeitet wurden. Funke ist deshalb optimistisch: «Wir sprechen von einer erkennbar guten konjunkturellen Entwicklung.

» Zurückgegangen sind auch die Arbeitslosenzahlen in der Stadt Kaufbeuren, die traditionell höher sind als auf dem Land: Dort liegt die Quote derzeit bei 7 Prozent.

Der Aufschwung macht sich laut Funke vor allem an der Zahl der registrierten offenen Stellen bemerkbar. Unter 241 Jobs können die Erwerbslosen allein in der Kaufbeurer Arbeitsagentur wählen; das sind noch einmal 48 Stellen mehr als im Vormonat. Vor einem Jahr um diese Zeit waren es insgesamt nur 137 Stellen. Funkes Fazit: «Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist sprunghaft angestiegen.»

Auch das Thema Kurzarbeit, mit der in der Wirtschaftskrise viele Unternehmen Entlassungen vermeiden konnten, spielt in der Region kaum mehr eine Rolle. Erfreulich ist es laut Funke vor allem, dass immer weniger Menschen unter 25 Jahren auf dem Arbeitsamt vorsprechen müssen. Während deren Zahl allgäuweit leicht stieg, weil im Februar die 2,5- und 3,5-jährigen Ausbildungsgänge endeten und nicht alle Auszubildenden übernommen wurden, sank sie im Februar in der Wirtschaftsregion Kaufbeuren und Buchloe weiter - im Jahresvergleich sogar um mehr als 30 Prozent. Funke macht dafür die «enge Begleitung» der jungen Leute durch die Arbeitsvermittler verantwortlich.

Aber auch der demografische Wandel mache sich deutlich bemerkbar: Es gibt weniger Schulabgänger, sodass für die Unternehmen der Kampf um den Nachwuchs begonnen hat.

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