Arbeitsagentur
Erwerbslosenquote: Äußerst günstige Zahlen in Memmingen

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Einen Rückblick auf den April gab Peter Litzka gestern an seinem ersten Arbeitstag bei der Memminger Arbeitsagentur. Er leitet sie seit 1. Mai zusätzlich zur Agentur in Kempten. Im Oktober sollen die beiden Stellen dann unter seiner Führung zusammengelegt werden.

'Wir haben äußerst günstige Zahlen', sagte er. Das sei aber nichts Neues. Bereits seit Monaten seien die Memminger Werte stets unter den zehn besten in Deutschland. Hauptgrund für die guten Zahlen sei vor allem, 'dass Beschäftigte, die über den Winter arbeitslos waren, wieder eingestellt wurden', berichtete Litzka.

Das betrifft seiner Aussage nach vor allem witterungsabhängige Stellen, etwa auf dem Bau oder in der Gastronomie. Besonders günstig sei der Arbeitsmarkt für qualifizierte Kräfte im Metallbereich. 'In der Produktion gibt es mehr Stellen als Arbeitslose', fügte Pressesprecher Reinhold Huber hinzu.

Konkret lag die Arbeitslosenquote im April bei 2,4 Prozent, was auch dem Wert des Vorjahres entsprach. Im März lag sie noch bei 2,6 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass 1441 Menschen im Wirtschaftsraum Memmingen arbeitslos waren (107 weniger als im März).

Litzka sprach daher von einem 'Bewerbermarkt', auf dem nicht mehr wie früher 20 Bewerbungen auf jede freie Stelle kämen. Im Allgemeinen müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer stärker aufeinander zugehen. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, sollten Firmen beispielsweise mehr Teilzeitstellen anbieten, die für gut qualifizierte Frauen attraktiv seien.

Eine Entwicklung macht Litzka jedoch Sorgen: 'Über ein Drittel der Arbeitslosen sind 50 oder älter, da kann der Arbeitsmarkt sich noch verbessern.' Aber langsam ändern sich die Gegebenheiten seiner Aussage nach zum Positiven. Bevor ein Betrieb niemanden einstelle, hätten nun auch ältere Bewerber Chancen auf eine Einstellung. 'Trotzdem geht die Arbeitslosigkeit bei den Älteren weniger stark zurück als bei den Jungen', sagte Huber.

'Symptomatisch für Memmingen'

Als 'symptomatisch für Memmingen' bezeichnete Litzka, dass rund 45 Prozent der Arbeitslosen männlich und 55 Prozent weiblich seien. Das liege an 'stark produktionsorientierten Stellen', die häufiger von Männern besetzt würden.

Gesunken ist die Arbeitslosenquote auch im Landkreis Unterallgäu. Gegenüber März ging sie um 0,2 Prozentpunkte auf zwei Prozent zurück.

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