Allgäu
Erweiterung des Schulzentrums beginnt

Unterallgäu/Ottobeuren Bis sie ein Schuljahr später ihr Abitur ablegen, muss in den nächsten Monaten ununterbrochen gearbeitet werden. Rund neun Millionen Euro wird das Erweiterungsprojekt laut Planung kosten. Darin sind aber auch umfangreiche Maßnahmen für die Haupt- und Realschule beinhaltet. Das kommunale Rupert-Ness-Gymnasium Ottobeuren war das letzte sogenannte Progymnasium in Bayern. Bislang mussten die Schüler nach der zehnten Klasse an ein anderes Gymnasium wechseln, um ihr Abitur machen zu können. Dies wird sich nun ab dem kommenden Schuljahr ändern, wie der Kreistag Ende 2008 beschlossen hatte.

«Rekordverdächtig» nennt der Ottobeurer Bauamtsleiter Alois Spöttle die Zeit, in der der Zweckverband des Gymnasiums die hierfür notwendige Erweiterung des Schulzentrums stemmen will. Der Umbau in den Sommerferien ist dabei nur der Anfang. So wird zunächst einmal der Pavillon - der kleine Anbau an der Westseite des Schulzentrums - versetzt. Wohin, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, möglicherweise wird darin später die Mittagsbetreuung untergebracht. Voraussichtlich im Oktober rollen dann die großen Baumaschinen an: Entlang der Westseite des Schulzentrums soll bis September 2010 ein Neubau entstehen. Darin untergebracht werden im Erdgeschoss eine Aula und Räume für die Hauptschule, im ersten Stock 15 Klassenzimmer für das Gymnasium. Über einen Aufzug sollen der gesamte Anbau und über Verbindungsgänge auch der erste Stock des Hauptgebäudes in Zukunft barrierefrei nutzbar sein.

Erhöhte Kosten

«Insbesondere durch die Vergrößerung des Raumprogramms haben sich die Kosten im Vergleich zur ersten Schätzung erhöht. Wir wollen aber nicht nur über die Bedeutung von Bildung reden, sondern das dafür finanziell Notwendige tun», so Landrat Hans-Joachim Weirather.

«Wir haben hier ein wirklich zukunftsweisendes Projekt», betont auch der Ottobeurer Bürgermeister Bernd Schäfer. «Ich finde es ideal, dass Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten weiterhin unter einem Dach unterrichtet werden.» Auch die Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren stehe voll hinter der Baumaßnahme.

Eine weitere Baustelle bleibt vorerst allerdings noch: Der Landkreis kämpft nach wie vor um die Verstaatlichung der Schule. Bislang muss der Landkreis mit für die Personalkosten der kommunalen Schule aufkommen. «Ich wünsche mir, dass der Freistaat seine starre Haltung hierzu überdenkt. Wer in Buchloe mit Steuermitteln ein neues Gymnasium bauen kann, der hat auch gegenüber Ottobeuren eine besondere finanzielle Verantwortung», so Weirather.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen