Redaktionsbesuch
«Erwachsenenbildung wird ausgebaut»

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Einen harten Schnitt soll es nicht geben. Vielmehr will Thomas Bechteler das «vorhandene Fundament» nutzen, um die Umweltstation Unterallgäu Schritt für Schritt weiter voranzubringen. Mit diesem Ziel hat der 45-jährige Projektentwickler vor knapp drei Monaten die Nachfolge von Christian Hock an der Bildungsstätte in Legau angetreten. Gemeinsam mit Julia Lemmerz (26), die künftig für den pädagogischen Bereich zuständig ist, hat er jedoch bereits einige Schwerpunkte für eine neue Struktur erarbeitetet.

«Wir wollen den Bereich der Erwachsenenbildung ausbauen», verrät Bechteler. Außerdem sei eine enge Verknüpfung der Umweltstation mit der erlebnispädagogischen Landschaft und dem Modellprojekt Klosterwald der Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit bei Ottobeuren geplant. Auch dort ist Bechteler Projektleiter.

Da im Jahr 2009 die Augsburger Lehmbau die Trägerschaft für die Umweltstation übernommen hat, «wäre es in jedem Fall früher oder später zu einer engeren Verknüpfung beider Projekte gekommen», so der 45-Jährige. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem «Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung Unterallgäu». Doch Bechteler geht noch einen Schritt weiter.

Denn auch der Kompass Hof in Lohhof - eine stationäre Langzeittherapie-Einrichtung für drogenabhängige Erwachsene in einem ehemaligen Klostergebäude bei Mindelheim mit dem besonderen Schwerpunkt Tierhaltung, Landwirtschaft und Forstarbeit - gehört zu den Projekten der Lehmbaugesellschaft. «Mir geht es dabei vor allem um eine nachhaltige Entwicklung dieser drei Standorte im Unterallgäu», erklärt Bechteler. Ein Vorteil wäre in seinen Augen die kürzen Wege, da man die Aktivitäten unter einem Dach zusammenfassen könnte. «Auch ein Austausch der Mitarbeiter untereinander wäre möglich», so der Projektentwickler. Weiter möchte sich der 45-Jährige allerdings nicht in die Karten schauen lassen. «Wir stehen am Anfang. Mehr will und kann ich nicht dazu sagen.»

Auf Bereiche «Ernährung» und «Energie» setzen

Um auch den Bereich der Erwachsenenbildung ausbauen zu können, möchte Thoma Bechteler die Umweltstation zu einem «adäquaten Standard» für die Unterbringung von Erwachsenen verhelfen. «Wir müssen beispielsweise die Zimmer mit einer Dusche ausstatten und so in etwa das Niveau einer Pension erreichen», sagt der 45-Jährige. Das alles sei jedoch nur mit Sponsoren und Förderpartnern möglich, die «hinter der Idee stehen und an uns glauben», betont Bechteler.

Umweltstation

Die Umweltstation Unterallgäu wurde 1997 als Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins der Deutschen Waldjugend – Landesverband Bayern, des Kreisjugendrings Unterallgäu und des Landkreises Unterallgäu gegründet.

Im Januar 2009 hat die Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit die Trägerschaft übernommen. Sie betreibt die Einrichtung und baut sie weiter aus.

Seit März 1997 ist die Einrichtung vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz als Umweltstation anerkannt und wird seither vom Umweltministerium gefördert.

Sie ist die älteste von vier anerkannten Umweltstationen im Regierungsbezirk Schwaben und eine der größten Umweltbildungseinrichtungen in Bayern mit Tagungsbetrieb, Jugendzeltplätzen sowie Ökologiemaßnahmen für Schulklassen.

An der Umweltstation wird zudem jedes Jahr in den Sommerferien die über das Allgäu hinaus bekannte Freizeitmaßnahme 'Ökotopia - Wir bauen eine Stadt' (www.oekotopia-camp.de) veranstaltet. Kinder von 8 bis 12 Jahren lernen dort spielerisch eine Kinderstadt mit Rathaus, Arbeitsamt, Reisebüro, Café und vielem mehr selbst zu verwalten.

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