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Erstflug: Maschine aus Moskau landet und startet am Allgäu Airport in Memmingen

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Seit Donnerstag gibt es eine tägliche Flugverbindung von Memmingen nach Moskau. Gegen Mittag war eine Boeing 737-800 der russischen Linie Pobeda nach dem Erstflug mit 120 Passagieren auf dem Allgäu Airport gelandet. Die Gäste wurden mit Brezen und Musik der Günztaler Alphornbläser empfangen.

An Bord befand sich auch Pobeda-Chef Andrey Kalmykov, der wegen des Erstflugs nach Memmingen gekommen war. Er rechnet pro Jahr mit 100.000 Passagieren auf dieser Verbindung. Analysen hätten ergeben, dass es für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz ein entsprechendes Kundenpotenzial aus den Bereichen Tourismus und Geschäftsreisen gebe.

Memmingen sei bestens geeignet, dieses Geschäftsfeld zu versorgen. Flughafensprecherin Marina Siladji sagte, dass es etwas Besonderes für einen Regionalflughafen sei, eine direkte Verbindung in eine große Metropole wie Moskau anzubieten.

Das junge Moskauer Paar, das gerade aus der Boeing ausgestiegen war, zeigte sich sehr angetan. Mit Freude aßen die beiden die frischen Brezen. "Ein toller Empfang", sagten die Urlauber, die sich vor den Alphörnern mit ihren Smartphones gegenseitig filmten - bevor es per Bus weiter nach Stuttgart ging.

Drei Stunden Flugzeit

Drei Stunden dauert der Flug von Moskau nach Memmingen. Gestartet wird am Flughafen Vnukovo 30 Kilometer südwestlich vom Moskauer Stadtzentrum. 35 Minuten dauert die Nonstop-Zugverbindung vom Flughafen in die Stadtmitte. Pobeda will vor allem mit sehr günstigen Preisen Passagiere anlocken.

Wer lange genug im Voraus bucht, kann schon ab zwölf Euro nach Moskau fliegen. Ein einfaches Visum, beantragt beim Konsulat in München, ist teurer: Es kostet 35 Euro, sagte Konsul Nikita Matveev vom russischen Generalkonsulat in München. Moskau galt bislang als kostenintensives Reiseziel.

Doch durch den niedrigen Rubelkurs könne man inzwischen ein Hotel, für das man früher 200 Euro gezahlt hätte, für 70 Euro buchen, sagte Flughafensprecherin Marina Siladji. Wolfgang E. Schultz, Gründungsgesellschafter des Flughafens, sah die neue Verbindung als wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung.

Der Airport gilt als wirtschaftlich rentabel ab einer Million Passagiere. 2015 waren es 880.000 Fluggäste, heuer sollen es deutlich mehr als 900.000 sein, sagte Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid. "2017 wollen wir an der Million kratzen." Ein Wachstumsmarkt sei das nun erweiterte Osteuropa-Geschäft. Memmingen bietet seit gestern elf Verbindungen nach Osteuropa an.

Autor:

Markus Bär aus Kempten

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