Wirtschaft im Allgäu
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Lindenberg / Scheidegg
«Erstes Gewerbegebiet einer neuen Generation»

Flächen mit guter Verkehrsanbindung, Breitband-Datenanschluss, eingebettet in ein attraktives Umfeld mit hohem Freizeitwert. So sollen die neuen Westallgäuer Gewerbegebiete aussehen. Das erste Gebiet dieser Art sind die «Hauser Wiesen». Eine «starke Landschaft in einer blühenden Region» nannte Dr. Gerald Mathis von der Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle WEST bei einem Pressegespräch das Motto.

Die Hauser Wiesen werden gemeinsam von Lindenberg und Scheidegg betrieben. Es ist das erste interkommunale Gewerbegebiet im Landkreis und hat deshalb nicht nur für Landrat Elmar Stegmann «Vorbildcharakter».

Insgesamt stehen in den Hauser Wiesen rund 15 Hektar zur Verfügung. Fast ein Drittel davon kann bebaut werden. Über zehn Hektar sind für etwaige Erweiterungen des Gebietes gedacht. Bei einer maximalen Grundstücksfläche von 15000 Quadratmetern könnten auch größere Betriebe bauen. Mit der Metalltechnik Steinhauser hat sich ein erstes Unternehmen angesiedelt. Dem 1936 gegründeten Betrieb war es in Scheidegg mitten im Ort zu eng geworden. In den Hauser Wiesen hat Tobias Steinhauser 3900 Quadratmeter erworben und die Möglichkeit, den Betrieb zu erweitern, wenn dafür in Zukunft Bedarf wäre.

Anfang Oktober soll der Bau fertig sein, die Firma umziehen.

Die Hauser Wiesen sind das «erste Gewerbegebiet einer neuen Generation» (Dr. Mathis) im Westallgäu. Gute Lage und Verkehrsanbindung zeichnen sie aus. Weitere sollen im Westallgäu folgen. Alle will die WEST unter dem Logo WestPark vermarkten. Attraktiv für Unternehmen und ihre Mitarbeiter sollen die Gebiete sein. «Gute Unternehmen wollen nicht in einem Schattenloch sitzen», erklärt Dr. Mathis den Sinn. Entsprechend sollen nicht alle Bewerber akzeptiert werden. «Wir wollen Unternehmen die hochqualifizierte Arbeitsplätze anbieten und Steuern zahlen» (Dr. Mathis). Im Klartext: Unternehmen, die vor allem Platz benötigen und wenig Beschäftigte haben, sollen sich anderswo niederlassen.

Für die Hauser Wiesen hofft der Scheidegger Bürgermeister Ulrich Pfanner auf die Ansiedlung «nachhaltig arbeitender Betriebe». Die Lage entfernt von der Wohnbebauung, direkt an der B 308 sieht der Rathauschef als großen Vorteil des Areals. Der Anstoß zu dem Gewerbegebiet kam zwar von Scheidegg, «aber auch bei uns ist die Not groß», so der Lindenberger Rathauschef Johann Zeh mit Blick auf fehlende Flächen für Gewerbe in der Stadt.

«Vorbildlich» ist das Gebiet für Landrat Elmar Stegmann, weil es das «erste interkommunale Gewerbegebiet im Landkreis ist». Die Zusammenarbeit der Gemeinden hat für ihn mehrere Vorteile: Zum einen werde Grund und Boden gespart, wenn nicht jede Gemeinde an jeder Ecke ein Gewerbegebiet ausweise; die Gemeinden müssten ihre Planungen aufeinander abstimmen, zudem lasse sich ein gemeinsames Gebiet besser vermarkten. (pem)

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