Coronavirus
Erster Todesfall im Allgäu: Frau (86) aus Seniorenheim in Kempten stirbt an Coronavirus

Eine 86-jährige Bewohnerin des AWO-Seniorenheims in Kempten ist am Coronavirus gestorben.
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  • Eine 86-jährige Bewohnerin des AWO-Seniorenheims in Kempten ist am Coronavirus gestorben.
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Eine 86-Jährige Seniorin ist am Sonntag infolge einer Erkrankung mit dem Corona-Virus gestorben. Wie die Arbeiterwohlfahrt Schwaben (AWO) mitteilt, sei die Bewohnerin des AWO-Seniorenheims in Kempten bereits am Freitag mit Atemnot ins Kemptener Klinikum eingewiesen worden. 

Demnach hätte die 86-Jährige nach Aussage der Pflegenden bis Donnerstag keine Erkrankungssymptome gezeigt. Im Krankenhaus testete man die Frau dann aber am Freitag wegen der vorliegenden Symptome auf das Corona-Virus. Das Gesundheitsamt Kempten teilte nun mit, "dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde."

Die AWO habe umgehend alle Personen, die die 86-Jährige pflegten oder mit ihr sonst Kontakt hatten, dem Gesundheitsamt gemeldet. Die Betroffenen sollen jetzt auf das Virus getestet werden.

AWO begrüßt Besuchsverbote

Die AWO begrüße die am Freitag vom Staat verhängten Besuchsverbote für Seniorenheime sehr, sagt Dieter Egger, AWO-Schwaben-Vorstandsvorsitzender: "So haben wir endlich klare Verhältnisse und müssen uns vor Ort bei nicht gewährtem Einlass nicht immer gegenüber drängenden und teils unverständigen Angehörigen verteidigen.“

Bereits Anfang letzter Woche habe die AWO Angehörige gebeten, Besuche in den Seniorenheimen "auf ein dringendes und unbedingt notwendiges Maß einzuschränken." Besucher habe man außerdem dazu aufgefordert, sich beim Betreten und beim Verlassen des Hauses die Hände zu desinfizieren.

Klotz und Kiechle appellieren an Bevölkerung

"Wir müssen unbedingt und mit aller Kraft verhindern, dass wir in eine Situation geraten, wie sie sich derzeit in manchen Regionen in Italien abspielt", meinen Landrat Anton Klotz und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Daher appellieren die Politiker an alle Oberallgäuer persönliche Kontakte auf ein "absolut notwendiges minimum" zu reduzieren. Auch auf Reisen und Veranstaltungen soll möglichst verzichtet werden. Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger darauf achten, in Warteschlangen einen Abstand von mindestens einen Meter zu halten. 

Im Hinblick auf die Entwicklung der vergangenen Tage werde es möglicherweise auch im Oberallgäu zu weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen, so Klotz und Kiechle. Auch das Landratsamt bereite sich darauf vor, den Parteiverkehr zu reduzieren. So sollen unter anderem die Eingänge gesperrt werden und ein "Fensterschalter" für dringende Fälle eingerichtet werden. Die Bevölkerung wird gebeten alle Behördengänge zu verschieben oder ihr Anliegen per Telefon oder E-Mail zu klären.

Coronavirus im Oberallgäu: die aktuelle Lage

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