Kempten
Erste Hilfe für die Profis auf und neben dem Platz

Nachdem Tennis-Profi Jean Zietsman in der letzten Qualifikationsrunde des Minimax-Cup in Kempten den ersten Satz gegen Sascha Heinemann gewonnen hatte, verspürte er Schmerzen im Knie. Nun kam der Einsatz von Michael Greiner. Der 31-Jährige ist heuer für die physiotherapeutische Betreuung der Spieler bei diesem Weltranglistenturnier im Allgäu zuständig. Schnell diagnostizierte Greiner, dass beim Deutschen der Meniskus ausgerenkt ist und behob das Problem mit einigen Handgriffen. «Ich habe ihn dann noch mit Eis und einer Schmerz stillenden Salbe behandelt», sagt Greiner. Geholfen hat es Zietsman freilich nicht. Die nächsten zwei Sätze gingen an seinen Gegner.

Betreuung für Spieler kostenlos

Über zu wenig Arbeit konnte sich Greiner in den ersten drei Turniertagen nicht beschweren. Gerade am ersten Tag, als 56 Spieler auf der Anlage des TC Kempten spielten, war er «dauernd im Einsatz. Ich tape die Jungs vor dem Spiel oder zeige ihnen Übungen zur Stabilisation. Wenn sie wollen, bekommen sie nach dem Spiel eine Massage», sagt Greiner, der seit drei Jahren mit seinem Partner Christof Bencker eine Praxis in Kempten betreibt. Den Umgang mit den Spielern beschreibt er als gut. «Das sind alle höfliche, symphatische Jungs. Die freuen sich, wenn ich helfe», so Greiner. Viele seien überrascht, dass seine Betreuung kostenlos ist.

Verwundert zeigt sich Greiner über die Art der Verletzungen der Spieler. «Ich habe mit mehr Problemen an den Sprunggelenken und Bändern gerechnet. Aber die Spieler schützen sich davor gut mit Stützverbänden». Die meisten Verletzungen ergäben sich aus der Überbeanspruchung der Spieler, die beinahe täglich auf dem Platz stehen (siehe Infokasten).

Auch sein Vater Karl knetet

Obwohl sein Vater Karl (62) selbst als Physiotherapeut tätig war - er betreute unter anderem die Spieler des früheren Eishockey-Zweitligisten EA Kempten - kam Michael Greiner eher zufällig zu dem Beruf. «Es macht mir Spaß, mit unterschiedlichen Leuten zusammenzuarbeiten», beschreibt Greiner, der Fußball beim TSV Betzigau spielt.

Über häufigen Kontakt mit den Spielern wird er sich am heutigen Mittwoch wohl wieder freuen. Ab 12 Uhr stehen beim Minimax-Cup elf Einzel und zwei Doppel an.

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