Eggenthal
Erste Grundstücke sind gekauft

Auf großes Interesse in der Bevölkerung stößt der geplante Hochwasserschutzdamm am Röhrwanger Mühlbach in Eggenthal. Rund 30 Besucher kamen deswegen zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Harald Polzer verkündete, dass die Gemeinde erste Grundstücke in dem Gebiet erworben hat.

Der Damm soll westlich von Eggenthal in einem Tal entstehen und mit 220 Metern Länge von einem Hang zum anderen von Norden nach Süden verlaufen. Das Bauwerk soll über 40 Meter breit und bis zu 7,30 Meter hoch sein. Viele Bürger, die am Röhrwanger Bach wohnen, sehnen den Damm herbei.

Ein Knackpunkt ist der Erwerb der dafür nötigen Grundstücke. Drei der fünf Eigner haben ihren Grund bereits verkauft. «Die Kommune kann nicht warten, bis alle verkauft haben, da eine jahrelange Planung nötig ist», so Polzer. Nun seien mit dem Kauf «unwiderrufliche Schritte» in Richtung des Dammbaus gegangen, meinte der Bürgermeister weiter. Zumal die Verhandlungen mit den übrigen Grundstückseignern weiterlaufen.

«Rechtsmittel vermeiden»

Die Bürger nahmen das positiv zur Kenntnis. Allerdings fragten sie auch, ob die weiteren Grundstücke nicht zu Spekulationsobjekten werden könnten. «Nach einem Gemeinderatsbeschluss sollen alle Besitzer gleich vergütet werden», erklärte Martin Steidele. Dadurch soll vermieden werden, dass diejenigen, die ihr Grundstück bereits verkauften und sich «in den Dienst der Gemeinde stellten, nicht die Dummen sind». Auf die Frage, was passiere, sollten die Eigner ihre Grundstücke nicht verkaufen, wollte der Bürgermeister nicht eingehen, denn das sei vorerst spekulativ: «Wir wollen den Frieden im Dorf wahren und Rechtsmittel vermeiden.» Unstrittig im weiteren Verlauf war die Idee, den Vorplatz der Maria Seelen-Kapelle zu verschönern.

Thomas Eichhorn, Vorsitzender des Gartenbauvereins, stellte dazu ein Konzept vor. So sollen eine Freifläche mit Schotterrasen und eine Steinmauer, ein Tisch mit Bänken, eine Wasserleitung zum Friedhof geschaffen und Anpflanzungen gemacht werden. Eichhorn veranschlagte dafür rund 5500 Euro, wobei die Mitarbeit des Vereins die Kosten senken werde. Die Räte zeigten sich dem Konzept gewogen, schlugen aber vor, dabei auch gleich die Parkplatzfrage zu lösen. Bürgermeister Polzer lobte das Engagement, da die Kapelle «unser Aushängeschild» ist. Demnächst sollen Eichhorn und der Bauausschuss Details zu dem Konzept klären, damit die Arbeit bald beginnen kann. «Wir wollen es im Laufe der nächsten Jahre umsetzen» so Eichhorn.

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