Lindenberg
Erstaunliche Fähigkeiten

Er ist klein, er ist jung, und das wichtigste: Er ist ein Phänomen. Man sitzt ihm gegenüber und er multipliziert große Zahlen schneller im Kopf, als man den Taschenrechner zücken kann. 21 im Quadrat? 73 mal 23? Kein Problem für Maximilian Heine. Der Achtjährige besuchte gerade die 2. Klasse der Grundschule Lindenberg und gewann dort den Känguru-Mathematikwettbewerb für Dritt- und Viertklässler mit großem Abstand vor dem nächstbesten. 21 Aufgaben waren zu erfüllen, 20 von ihnen beantwortete Maximilian korrekt. Wer nun vermutet, dass der Test lediglich aus einfachen Aufgaben bestand, täuscht sich. «Viele Erwachsene kommen bei dem Test durcheinander», sagt sein Vater Rüdiger, der Lehrer an der Grundschule Lindenberg ist. Der Test beinhaltet Aufgaben zu verschiedenen Bereichen, es wird strukturiert und kombiniert, es geht um logisches Denken sowie um geometrisches Vorstellungsvermögen.

In Spanien geboren

Doch es ist nicht so, als ob sich Maximilian, der in Spanien geboren wurde und dort bis zu seinem zweiten Lebensjahr lebte, den ganzen Tag nur für Mathematik interessieren würde. «Für den Test habe ich überhaupt nichts gelernt», sagt er. Die Gabe, sich Dinge beim ersten Lesen einzuprägen oder große Zahlen zu multiplizieren, ist ihm einfach gegeben. Als die Familie an Pfingsten im Urlaub war, hatte Maximilian ein Quizbuch dabei und überhäufte seine Eltern mit Fragen. Die Antworten auf alle Fragen, die er in diesem Urlaub gestellt hatte, weiß er heute noch. Wann war das Dreikaiserjahr? «1888», sagt er sofort, und auch die dazugehörigen Kaiser hat er noch parat. «Das waren Wilhelm I., Wilhelm II. und Friedrich III.

» Wenn er die Zahlen ab 250 im Kopf halbieren soll, ist er in weniger als einer Minute im Tausendstelbereich angekommen. Nach einem Formel-1-Rennen wird er nervös, wenn ihm nicht auf Anhieb alle 20 Fahrer einfallen. Es bleibt einem nicht viel anderes übrig, als über diese Fähigkeiten zu staunen.

Testergebnis: IQ über 150

Sein Vater hat sie zum ersten Mal bemerkt, als Maximilian noch nicht einmal zwei Jahre alt war und wesentlich älteren Kindern schon die dreistelligen Zahlen an Autokennzeichen vorlas. In einem IQ-Test seiner Altersklasse hat er kürzlich das Maximum des Tests überschritten. Die Skala hörte bei 150 auf, jedoch war Maximilians Testergebnis noch ein wenig höher. Sein Intelligenzquotient dürfte damit also jenseits der 160 liegen.

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Fähigkeiten könnte er nun eine Klasse überspringen, jedoch wird er weiterhin den ganz normalen Weg gehen. «Er soll sein Leben genießen und tun, was ihm Spaß macht», sagt seine Mutter Andrea. Und was hat er selbst mit seinem Leben vor? «Ich will Lehrer werden, wie Papa», sagt Maximilian.

Für den Achtjährigen selbst sind seine Fähigkeiten ganz normal. Sein Lieblingsfach in der Schule ist eigentlich Mathe, jedoch «wird es manchmal ein bisschen langweilig». Sport gefällt ihm auch sehr gut, «aber das ist in der Schule ja immer viel zu kurz», betont er. Deswegen spielt er in der F-Jugend des FC Lindenberg und ist zudem im Tennisclub aktiv. Außerdem trifft er sich oft mit Freunden oder liest Bücher. Er lebt das ganz normale Leben eines Achtjährigen, der sich beim Spielen auch mal die Knie aufschürft.

Nur ein Vorhaben dürfte bei seinen Mitschülern für wenig Begeisterung sorgen: Maximilian will auch im kommenden Jahr wieder am Känguru-Wettbewerb teilnehmen.

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