Niedersonthofen
Erst feierlich in der Kirche, dann zünftig im Wirtshaus

Mit zwei Veranstaltungen haben die Jungen Jodler Niedersonthofen den «letzten Akt des Jodler-Jubiläumsjahres» gefeiert, wie Vorstand Thomas Meusburger meinte. Einen etwas anderen Rahmen suchten sich die Jodler für ihr Jahreskonzert am Freitag aus. Es fand in der Pfarrkirche statt, und dort war die ruhige, konzertante Atmosphäre das Wichtige. Schön waren die Beiträge der klassischen volksmusikalischen Themen über Sonne, Mond, Mensch und Natur, die durch Vorträge von Gedichten von Joseph von Eichendorff und Conrad Ferdinand Meyer ergänzt wurden.

Die Jodler sind, obwohl sie seit vielen Jahren ab und zu in der Niedersonthofener Kirche proben, immer wieder vom Klang dieses Raumes begeistert - und mit ihnen waren es auch die vielen Besucher des Konzerts. Johannes Hitzelberger und Alexander Sauerwein setzten mit ihren Gitarren zusätzlich herrliche Akzente. Der Erlös des Abends ist teils für die Renovierung der Kirchenorgel, teils für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach bestimmt.

Am Samstagabend war der Kronesaal voll besetzt mit über 300 Gästen, die mit den Jungen Jodlern 25-jähriges Bestehen feiern und Volksmusik vom Feinsten hören wollten. Mit den zwei Gastgruppen, der Tegernseer Tanzlmusi und den Öse-Schuppel Jodlern aus Appenzell, hatten die Jubel-Jodler sehr gut gewählt.

Andere Klangfarbe

Die Musikanten spielten zünftig auf und erfreuten ihr Publikum mit Stücken wie dem «Marsch der Steirer», einem Boarischen «Da Wuzler» oder der «Annenpolka». Der Name «Öse-Schuppel» bedeute «Unsre Gruppe», erklärten die Schweizer. Sie formierten sich 1983 nach einem «Silvester-Chlausen». Es gebe «wüeschte», «schöne» sowie «Wald- und Naturkläuse». Nun sollten sich die Gäste ein Urteil bilden, um welche Kläuse es sich bei den Öse-Schuppels handle. Mit großem Beifall wurden die Wald- und Naturjodler sowie die Lieder der Schweizer bedacht, deren Klangfarbe anders ist, als die der Allgäuer Lieder.

Die Jungen Jodler Niedersonthofen gegründeten sich 1984 als Quartett und kamen durch Neuzugänge schnell zum Doppelquartett. Zur Zeit singen zehn Männer und Maritta Lichtensteiger in der Gruppe. Viele Eigenkompositionen hat Gründungsmitglied Oskar Hoffmann eingebracht, von Hubert Arzberger, Hannes Fuhrer und Wilhelm Fritz zu reichhaltigen Klangbildern gesetzt.

Jodler mit Instrumenten

Aus eigenen Reihen bildeten sich auch das Instrumentalquartett «Echo vom Grünten» und das Jodelduett Lichtensteiger. Mit Liedern wie «Säntisjutz», «Im Weschte» oder «Uf dr Schwonde» bescherten sie alle dem bis zuletzt sehr aufmerksamen Publikum einen großartigen Volksmusikabend.

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