Marktoberdorf
Erst abgelehnt, jetzt ausgezeichnet

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Künstler müssen von ihren eigenen Arbeiten überzeugt sein, sonst würden sie so manches Mal verzweifeln. Völlig eins mit sich und ihrem Werk «Draußen I - III» ist offenbar Silvia Jung-Wiesenmayer aus Opfenbach (Westallgäu). Denn obwohl sie mit der dreiteiligen Sandsteinarbeit bei der diesjährigen Kemptener Kunstausstellung nicht angenommen wurde, hat sie - zum Glück - weiterhin an ihre Objekte geglaubt und ist nun auf großartige Weise belohnt worden: Silvia Jung wurde genau für diese fein strukturierte, sandgestrahlte Bilderreihe mit dem Georg- Fischer-Kunstpreis 2009 der Stadt Marktoberdorf ausgezeichnet (dotiert mit 2500 Euro). So zeigt die 31. Ostallgäuer Kunstausstellung im Künstlerhaus Marktoberdorf an der Spitze ihrer Präsentation eine Künstlerin, die sich mit ihren Arbeiten in Stein und anderen Materialien schon längst einen Namen erarbeitet hat.

Bei der letztjährigen Schau in Marktoberdorf erhielt Silvia Jung übrigens den Franz-Schmid-Sonderpreis (dotiert mit 2000 Euro). Dieser ging heuer an Lis Schubert für die Soft-Sculptures «Wilde Dinger». Grellbunt und vor Vitalität strotzend ziehen diese aus Wolle geknüpften Arbeiten sofort alle Aufmerksamkeit an.

Auch die Fotografien von Dorothea Dudek mit dem Titel «irgendwie dazwischen I + II» können sich sehen lassen. Für ihre subtilen Aufnahmen von Innenräumen wurde sie mit dem Paul-Breitkopf-Preis ausgezeichnet, der ebenfalls mit 2000 Euro dotiert ist.

Nicht nur eine interessante, sondern auch eine spannungsgeladene und durchaus emotionale Schau hat Künstlerhaus-Leiterin Annette Scholl zusammen mit Esther Balazs aus den insgesamt 47 Arbeiten von 35 Künstlern und Künstlerinnen zusammengefügt, gehängt, gestellt und installiert. Beginnend mit der Kettensäge-Bildhauerarbeit von Michael Vogler im Eingangsbereich, werden plastische Werke von Guido Weggenmann, Andreas Petrak und Tanya Becker-Mohr gezeigt.

Frische, moderne und junge Fotografie vor allem von Sebastian Bühler und Karen Irmer behaupten sich neben Zeichnungen von Irmi Obermeyer oder Collagen von Bertram Schilling.

Aber auch die klassische Malerei fehlt nicht. Ausgezeichnet komponierte Ölbilder von Marion Schmidt-Berchtold, Kerstin Skringer und Friederike Klotz sorgen in dieser famosen Schau für abstrakte und architektonische Momente mit Tiefenwirkung.

Zu sehen bis 1. November 2009, geöffnet Montag bis Samstag von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kostenlose Führungen durch die Kuratorin Scholl werden angeboten am Sonntag, 25. Oktober (11 Uhr), und Donnerstag, 29. Oktober (18 Uhr).

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