Erneut heißt es Land unter

Lindau/Westallgäul ee/kr l Wieder heißt es in etlichen Bereichen von Lindau 'Land unter'. Nachdem bereits am vergangenen Freitag ein Hochwasser Lindau heimsuchte, haben sich die Wassermengen nun in der Nacht zum Donnerstag auf gut 54 Millimeter summiert. Nicht ganz so dramatisch war die Lage im Westallgäu, doch auch hier mussten die Wehren in Scheidegg, Wohmbrechts und Hergensweiler ausrücken, um Keller leer zu pumpen.

Mehr als 60 Notrufe gingen die Nacht über bei den Feuerwehren ein. Als besonders kritische Punkte kristallisierten sich in Lindau neben dem Bereich Achstraße der Ortsteil Heimesreutin und das Krankenhaus heraus: Am Mittwochabend hatte das Hochwasser zum dritten Mal die Notaufnahme bedroht. Etliche Keller in der Nachbarschaft des Stadions standen genauso unter Wasser wie die Untergeschosse einiger Häuser am Entenberg und der Schießstand der Schützen am Schönbühl.

In Scheidegg-Dieten bei Weienried trat der Riedbach um Mitternacht über das Ufer. Da die Gefahr bestand, dass die Wassermassen auch Wohngebäude unter Wasser setzen, wurde die Scheidegger Feuerwehr alarmiert. Mit Sandsäcken konnten die Wehrleute ein eindringen der Fluten in die Gebäude verhindern. Hochwassergefahr bestand auch für das ehemalige Zollamtsgebäude in Weienried.

Alarmbereitschaft in Lindenberg

Auch in Lindenberg kontrollierte die Wehr den Moosbach und Mühlbach sowie den Waldsee auf Hochwasser, um im Ernstfall sofort Maßnahmen treffen zu können. Das THW stand mit Sandsäcken in Alarmbereitschaft, benötigt wurden sie nicht.

Ausrücken mussten die Wehren gegen Mitternacht jedoch in Hergensweiler und Wohmbrechts. In Hergensweiler war Oberflächenwasser in einen Keller gelaufen und setzte ihn über einen halben Meter unter Wasser. Die Feuerwehr Wohmbrechts musste nach Schreckelberg ausrücken, weil durch einen verstopften Abfluss in einem Wohnhaus der Keller und eine Garage mit Wasser vollgelaufen waren.

Als gestern Vormittag der Regen nachließ, sanken die Pegelstände relativ rasch. Helfer wie Bewohner blieben aber in Warteposition: Der Hochwassernachrichtendienst prophezeit weitere 'größere Niederschläge'.

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