Klimaschutz
Erneuerbare Energien ausbauen - Kempten bald Pilotstadt?

Das Thema betrifft jeden. Ob im Beruf, auf dem Weg von A nach B oder in den eigenen vier Wänden - Klimaschutz spielt überall eine Rolle. Die Stadt strebt wie mehrfach berichtet in diesem Bereich eine Vorreiterrolle an. Damit dieses Ziel auch mit Leben erfüllt wird, hat das Energie- und Umweltzentrum (Eza) ein umfangreiches Konzept vorgelegt. Darin wird die aktuelle Situation analysiert und ein Ausblick gegeben auf das, was passieren sollte, um Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu verringern.

Einen ganzen Katalog an möglichen Maßnahmen stellten die Eza-Experten Martin Sambale und Dr.Hans-Jörg Barth zuletzt im Umweltausschuss vor (wir berichteten). Die Bereiche Haushalte, Wirtschaft und Verkehr wurden auf ihre Einsparpotenziale hin durchleuchtet. «Natürlich handelt es sich bei einigen Werten um Annahmen», schränkte Sambale ein. Niemand könne beispielsweise konkret wissen, welche technologischen Neuerungen in Zukunft einträten. Andererseits wurden Parameter wie Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Entwicklung, Ausbau des Fernwärmenetzes oder ein höherer Anteil an erneuerbaren Energien eingerechnet.

Ziel ist bis 2020 die Kohlendioxid-Emissionen im Stadtgebiet um 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dies mache sich auch direkt in den Kosten bemerkbar. Würde alles laufen wie bisher, würden die jährlichen Kosten für fossile Energien in der Stadt von aktuell 200 Millionen Euro auf 347 Millionen steigen. Steuere man so dagegen, wie es im Konzept vorgesehen ist, ließen sich jedes Jahr 42 Millionen sparen. Wichtige Stellschraube auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Kempten ist den Fachleuten zufolge die gesteigerte Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien. Unabdingbar sei ein Verkehrskonzept.

Blick aufs Jahr 2050

Die Bundesregierung sucht derzeit Pilotstädte, die sich beispielhaft um den Klimaschutz bemühen. Dazu ist ein Ausblick auf 2050 nötig. Bis dahin sollen die CO2-Emissionen auf mindestens 85 bis 95 Prozent unter den Bezugswert von 1990 sinken. «Kempten als wirtschaftlich expandierende Stadt würde möglicherweise gut in den Reigen der 10 bis 20 Modellkommunen bundesweit passen», spekulierte Sambale. Vorteil wäre, dass über ein Zuschussprogramm 80 Prozent der Kosten übernommen würden. (se)

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