Kempten
Erleichterungen für Seh- und Gehbehinderte geplant

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Es sei wichtig, verschiedene Baumaßnahmen in der Stadt mit dem Behindertenbeirat abzustimmen. So lautete der Tenor bei der jüngsten Sitzung des Behindertenbeirats. Angesprochen wurden dabei unter anderem mehrere Stellen im Straßenverkehr, die Festwoche und Erfolge der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Beirat.

Bordsteinabsenkungen - Die Beiratsmitglieder wünschen einheitliche Lösungen. Laut Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann müssen drei Punkte berücksichtigt werden: Die Belange der Sehbehinderten, der Gehbehinderten und Regenwasser müsse ablaufen können. Ein übergangslos abgesenkter Bordstein mit geriffeltem Stein soll alle Kriterien erfüllen. Sehbehinderte könnten den Übergang mit dem Stock ertasten und eine Reihe von Pflastersteinen sorge für die Entwässerung. Nach Wiedemanns Worten soll diese Lösung bei allen Neu- oder Umbauten zum Einsatz kommen.

Bushaltestelle Allgäuer Werkstätten Zwischen dem Gebäude der Allgäuer Werkstätten und der Bushaltestelle in der Daimlerstraße gibt es keine sichtbare Querungshilfe. Gerade weil dort auch geistig behinderte Menschen arbeiten, sollte die Passage laut Beiratsvorsitzendem Albrecht Hung entschärft werden.

Er machte zwei Vorschläge: entweder den Übergang baulich entschärfen oder die Haltestelle an die Zeppelinstraße verlagern. Letzteres wäre laut Bürgermeister Josef Mayr sinnvoller. Denn über die Zeppelinstraße führt bereits ein behindertengerechter Übergang, der die zwei Werkstätten-Gebäude verbindet.

Festwoche Im nächsten Jahr soll der Vorbau der Kassenhäuschen laut Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher und technischem Leiter Robert Wail verbreitert werden. Nach Angaben der Beiratsmitglieder kämen Menschen mit breiterem Rollstuhl nicht an die Kasse heran, um ihre Karte zu lösen. Ebenso monierte Hung, dass Gehbehinderte im Bierzelt wegen der Stufen weder die Seiten- noch die Notausgänge benutzen könnten. Die Organisatoren wollen nach der Ausschreibung des Bierzelts dafür sorgen, dass der neue Betreiber Rampen errichtet.

Erfolge der Zusammenarbeit Grundsätzlich lobten die Beiratsmitglieder die Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt. Unter anderem hob Hung die umgebaute Toilette im Engelhaldepark hervor. Ebenso gut sei eine neue akustische Querungshilfe an der Kreuzung Adenauerring/Rottachstraße. Außerdem lobte er den neuen barrierefreien Eingang der Zulassungsstelle.

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