Erlebnisraum Museum

Marktoberdorf (hie). Richtungsweisende und visionäre Museums- und Ausstellungsneubauten in Bayern seit 2000 machte Birgit HöppI zum Thema der jüngsten Ausstellung im Marktoberdorfer Künstlerhaus. Zwischen Modellen, Grundrissen und Fotografien wurde sie im Beisein zahlreicher Gäste eröffnet. Der Münchner Kulturjournalist und Germanist Dr. Oliver Herwig führte in das Thema am Beispiel des Granitzentrums Hauzenberg ein.

'Warum eine Ausstellung über Architektur im Künstlerhaus?', dieser Frage ging Birgit Höppl in ihrer Begrüßungsrede nach. Das Künstlerhaus sei eben kein Museum im engeren Sinne, sondern mache von der Kunstausstellung über Workshops bis zur Feier eine ganze Vielfalt von Ereignissen und Veranstaltungen möglich. Es erweise sich je nach Anlass als grobe oder feinfühlige Umgebung. 'Viele solcher produktiven 'Setzungen' sind in den letzten Jahren in Bayern entstanden,' leitete Höppl zur aktuellen Ausstellung über.

Vierzehn dieser kulturellen Multitalente, von der Pinakothek der Moderne in München über das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach bis zum Museum der Phantasie in Bernried, können als Modell, Fotografie oder Grundriss im Künstlerhaus bewundert werden. Der Kulturjournalist Dr. Oliver Herwig, welcher in die Ausstellung einführte, wählte das archaische, in einem Steinbruch errichtete Granitzentrum Hauzenberg, um das Thema der Ausstellung zu konkretisieren: Ein Museum soll dazu einladen, etwas zu erleben, führte er aus. Moderne Museen brächen oft mit ihrer Umgebung, denn sie seien eine Schwelle, welche den Alltag des Besuchers von der Erlebniswelt der Kunst trennt.

Die Symbiose von Kunst und Architektur hatte zahlreiche Gäste ins Künstlerhaus gelockt: Viele Architekten waren darunter, aus Marktoberdorf, aber auch bis aus Augsburg und München. Künstler wie Bruno Wank und Karl Maurer studierten die ausgestellten Modelle. Bürgermeister Werner Himmer war sowohl aus eigenem Interesse als auch in Vertretung des verhinderten Stifters Franz Schmid anwesend. Kemptens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer mischte sich unters Publikum. Mehrere Stadträte, Mitglieder des Kunst- und des Fördervereins, Kreisbaumeister Anton Hohenadl und viele Interessierte aus der Region standen lange in Gruppen diskutierend bei den Ausstellungsstücken.

iNoch bis zum 18. März kann die Ausstellung im Künstlerhaus besichtigt werden, dann 'wandert' sie weiter nach Amberg ins Luftmuseum. Zwei Vorträge namhafter Architekten über ihre (unter den Ausstellungsstücken zu bewundernden) Museumsbauten, am 23. Februar und 16.März, bieten Gelegenheit, sich mit dem Thema noch intensiver auseinander zu setzen (weiterer Bericht folgt).

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