Lindenberg
Erich Felder erhält den Kulturpreis der Stadt

Erich Felder hat am Freitag den Kulturpreis der Stadt Lindenberg erhalten. In ihrer Laudatio im Rahmen der Eröffnung der Westallgäuer Kunstausstellung stellte Kulturreferentin Hannelore Windhaber den langjährigen Singschulleiter als bescheidenen Menschen vor, der einen Großteil seines Lebens der Musik gewidmet hat. Von dieser Leidenschaft profitierte in besonderem Maße seine Heimatstadt Lindenberg.

Die Verdienste des inzwischen 81-jährigen Erich Felders um seine Heimat sind offensichtlich. Als Lehrer, Konrektor und Schulleiter wirkte er bis 1988 viele Jahre an der Lindenberger Schule. Dabei begann er jeden Tag mit einem Lied. Denn Felder ist überzeugt, dass Musik auf Kinderseelen wirke.

Seine Liebe zur Musik hat Erich Felder Generationen von Lindenbergern in der Singschule weitergegeben, die er als 25-Jähriger im Jahr 1953 gründete und über 35 Jahre leitete. Nach seiner Schätzung sind 2500 bis 3000 Mädchen, Buben und Jugendliche zur Singschule gegangen. Der Chor ist bis zu 150 Stimmen stark gewesen und hat den Namen Lindenbergs durch Wettbewerbsteilnahmen, Plattenaufnahmen sowie Radio- und Fernsehauftritte überregional bekannt gemacht.

«Er ist ein Mann der leisen Töne - seine Sprache sind die Malerei und die Musik». Mit diesen Worten charakterisiert Erich Felders Sohn Klaus den neuen Kulturpreisträger. Kulturreferentin Windhaber unterstrich dessen Aussage mit Hilfe einer Staffelei, auf der ein von Erich Felder geschaffenes Gemälde stand. Das Motiv: die Westallgäuer Landschaft mit der Nagelfluhkette in den dominierenden Farben Blau und Grün. Entstanden ist dieses Bild Mitte der 50er Jahre.

Die von Hannelore Windhaber genannten biografischen Daten zu Erich Felder machten deutlich, dass der Preisträger in seiner Jugend schwere Zeiten durchlitten hat. Der aus armen Verhältnissen Stammende wurde wie seine beiden Brüder an die Front eingezogen. 1944 musste der 16-Jährige zu den Flagghelfern nach Augsburg.

Verweisend auf das Gemälde auf der Staffelei erklärte die Kulturreferentin: «Mit der Malerei und der Musik hatte Erich Felder in späteren Jahren eine Möglichkeit, die Kriegserlebnisse zu verarbeiten und das Schöne in der Welt aufzuzeigen.»

Eine ganz besondere Note

Dem Schönen widmet sich Erich Felder noch heute, wenn er mit der Feldergruppe alpenländische Stubenmusik macht, und damit jedem Advent im Westallgäu eine ganz besondere Note hinzufügt. Beim Überreichen der mit 1500 Euro dotierten Auszeichnung sagte Hannelore Windhaber: «Dieser Kulturpreis ist eine Ehrung Ihres Lebenswerks.»

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